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Dr. Ina Czyborra

11.09.2025 Sitzungen 19/70

Vielleicht gehe ich mal auf die Eins-zu-eins-Betreuung ein. Selbstverständlich ist die Eins-zu-eins-Betreuung bei der Geburt eine hervorragende Sache. Ich glaube, alle Frauen, die das genießen durften, die diese Erfahrung machen durften, werden das bestätigen. Es ist aber nicht die Realität, und es ist auch nicht die Realität, dass das ausfinanziert wäre. Wir wissen, dass es hier bundespolitische Debatten gibt. Wir wissen, dass sich die Hebammen bundesweit dafür einsetzen, dass so eine Eins-zu-eins-Betreuung auch tatsächlich refinanziert wird. Es ist aber bislang nicht die Realität, dass das passiert. Insofern können wir uns nur an den realen Bedarfen orientieren, an der Gesetzgebung, und daran, was die Finanzierung an der Stelle hergibt. Selbstverständlich bringen wir uns auch intensiv in diese Debatten ein, was die richtige Ausstattung mit Hebammen ist. Ich bin sehr froh, dass wir, was die Kreißsäle in Berlin angeht, auf einem Weg sind, in den letzten Jahren sehr moderne Kreißsäle auf den Weg gebracht zu haben, die wir jetzt haben. Ich bin sehr froh, dass wir hebammengeführte Kreißsäle haben, dass wir in unseren Entbindungsstationen auf höchstem Niveau arbeiten, auch zusammen mit der Versorgung, gerade im Perinatalbereich auch für die kleinen Kinder, insbesondere auch wenn es da zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt. Wir sind hier in Berlin auf einem erstklassigen, sehr hohen Niveau in der Versorgung, das möchte ich an dieser Stelle sagen. Wir haben aber auch einen Geburtenrückgang von, vor einigen Jahren, 42 000 Geburten im Jahr auf aktuell 35 000. Auch dem müssen wir Rechnung tragen, und selbstverständlich müssen wir insbesondere in Zeiten knapper Kassen bedarfsgerecht ausbilden und nicht über mögliche geschätzte Bedarfe hinaus.

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