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Jeannette Auricht

AfD 26.06.2025 Sitzungen 19/68

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Diesmal will der Berliner Senat den 8. März, den sogenannten Frauentag, zum großen Anlass nehmen, mehr Bewusstsein für den Gender-Pay-Gap zu schaffen. Ja, der Frauentag war schon immer im Sozialismus ein Feiertag der Propaganda; Blumen und Parolen für die Heldinnen der Arbeit, während Kritik am System verboten war. Heute ist es ähnlich, nur das Vokabular hat sich geändert. Damals war die Frau Baumeisterin des Sozialismus, heute ist sie Empowerment-Subject im Genderdiskurs. Das Prinzip bleibt das gleiche: Symbol statt Substanz, Ideologie statt Verantwortung. [Beifall bei der AfD] Wie viele Millionen sollen denn in Plakate, Hashtags und Kampagnen fließen, um zu erklären, warum angeblich Frauen schlechter verdienen als Männer? Frau Golm, ich muss jetzt auch noch mal auf Sie zurückkommen. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden; Sie haben gesagt, man müsste die Frauen aufklären, welche Berufsentscheidung sie treffen. Ich glaube, die Frauen wissen das. Sie wissen, dass sie in der Chefetage eines Techunternehmens mehr verdienen als als Krankenschwester, und sie werden trotzdem Krankenschwester. [Beifall bei der AfD] Aber diese Kampagne hat ja eigentlich auch einen ganz anderen Zweck, denn wer sich in Berlin umschaut, sieht schnell, dass die Kampagne ablenken soll – ablenken von der Tatsache, dass sich immer mehr Frauen in Berlin nicht mehr sicher fühlen, ablenken davon, dass sich Alleinerziehende zwischen Kitachaos, Verkehrschaos und Wohnungsmangel aufreiben, und ablenken von der Doppelmoral einer politischen Klasse, die sich in feministischen Floskeln sonnt, aber bei echter Diskriminierung feige schweigt. [Beifall bei der AfD] Letztes Jahr gab es über 7 000 Sexualdelikte in Berlin, Vergewaltigungen, Übergriffe in Parks, U-Bahnen und auf offener Straße. Und was tut der Senat? – Er druckt Plakate. Die Polizei ist unterbesetzt, die Justiz überlastet, die Täter sind oft schon am nächsten Tag wieder frei. Freibäder – viele Frauen gehen gar nicht mehr hin. Parks sind Sperrgebiet. Frauen passen sich an. Sie fahren Umwege, sie bleiben zu Hause, sie gehen allein nicht mehr raus. Das ist Ihre freie Hauptstadt 2025! Die Betreuung: Alleinerziehende finden keine Betreuungsplätze. Kitas schließen früh, Personal fehlt, Wartelisten wachsen. Wie soll da eine Frau überhaupt Vollzeit arbeiten können? Und währenddessen plant der Senat Plakataktionen und animierte Figuren, die erklären, warum Frauen weniger verdienen, obwohl man es nicht mal in der eigenen Verwaltung schafft, Löhne fair zu regeln. Wohnraum ist unbezahlbar. Wer als Mutter von zwei Kindern hier in Berlin eine Wohnung sucht, hat schon verloren, aber für Massenunterkünfte und Integrationsprojekte für illegale Migranten gibt es Milliarden. Das ist die falsche Prioritätensetzung auf dem Rücken von Frauen in dieser Stadt. [Beifall bei der AfD – Zuruf von Robert Eschricht (AfD)] Und jetzt kommen wir zu Ihrem Gender-Pay-Gap. Unbereinigt klingt es ja sehr dramatisch: 16 Prozent Lohnunterschied. Bereinigt – das verschweigen Sie ja immer –, bei gleicher Tätigkeit, gleicher Arbeitszeit und gleicher Qualifikation, schrumpft er auf wenige Prozent, und dann ist es schon nicht mehr ganz so dramatisch. Und selbst diese Differenz hängt vor allem damit zusammen, welche Berufe Frauen wählen – das hatten wir ja gerade – und dass Frauen oft in Teilzeit arbeiten, um Zeit für die Familie zu haben, oder soziale Berufe wählen statt Tech oder Bau. Das ist keine Diskriminierung, auch nicht strukturell, das ist die Lebensrealität. [Beifall bei der AfD – Orkan Özdemir (SPD): Das ist Sozialisierung, das ist strukturell! – Zuruf von Anne Helm (LINKE)] Und wer profitiert denn nun eigentlich von Ihrer Kampagne? – Nicht die Krankenschwester, nicht die Kassiererin, nicht die alleinerziehende Mutter, sondern wieder linke Aktivistinnen und Aktivisten, geförderte Projekte und Träger; [Beifall bei der AfD – Zuruf von Orkan Özdemir (SPD)] diese Gruppen reden von Gleichstellung, feiern sich auf Podien und definieren Männer, vor allem weiße bürgerliche Männer, als Feindbild. Zu Zwangsehen, zu Kopftuchzwang und zu Genitalverstümmelung startet man wieder eine Kampagne, und dann feiert man sich wieder selbst auf Empowermentevents. Und die CDU macht mit. [Zuruf von Orkan Özdemir (SPD)] Früher war sie mal konservativ, heute ist sie zur Vorfeldorganisation der Linken geworden. Das ist nicht modern, das ist traurig! [Beifall bei der AfD] Die Frauen in Berlin haben andere Sorgen. Sie brauchen Sicherheit, jederzeit und überall, eine Wohnung, die sie bezahlen können, Kinderbetreuung, die funktioniert, wohnortnah, flexibel verfügbar, mehr Netto vom Brutto, damit sich ihre Arbeit lohnt, Anerkennung für Familienarbeit, für Pflege und für Eigenverantwortung. Frauen brauchen keine Kampagnen, keine Gendercoaches und keine bunten Broschüren, finanziert von dem Steuergeld, welches sie für sich selber vielleicht besser nutzen könnten. Frauen brauchen verlässliche und faire Rahmenbedingungen, um ihr Leben eigenständig, sicher und frei gestalten zu können – nicht mehr, und vor allem nicht weniger. – Vielen Dank! [Beifall bei der AfD]

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