Ute Bonde
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Abgeordnete Kapek! Auch hier möchte ich noch einmal kurz in Ergänzung dessen, was ich gerade gesagt habe, die aktuelle Situation schildern. Wir haben hier eine Brücke, die drei Sachverhalte hat: Erstens diesen Hennigsdorfer Spannstahl, der eben korrodiert, wir haben eine Koppelfugenproblematik, und wir haben eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion, also dieser Betonkrebs, den es gibt. Wir haben ermittelt, wie viele Brücken wir jeweils haben. Diese Brücke hat alle drei Probleme, und dann haben wir geschaut, welche Brückenstandorte ansonsten noch jeweils diese Probleme aufweisen. Hennigsdorfer Spannstahl oder Sigma-Stahl, der sich ähnlich verhält: Das sind 72 Brückenstandorte. „Standort“ steht immer für den Standort; das können auch zwei oder drei Brücken sein, die an diesem Standort sind. Die Koppelfugenproblematik haben wir an 12 Brückenstandorten, und diesen Betonkrebs haben wir an 13 Brückenstandorten. Zu Ihrer Frage der finanziellen Vorsorge: Die finanzielle Vorsorge treffen wir natürlich im Doppelhaushalt 2026/2027. Ich denke, dass allen durch die Thematik Carolabrücke, durch die Westend- und Ringbahnbrücke und jetzt auch durch die Brücke an der Wuhlheide und die Standorte, die ich gerade benannt habe, klargeworden ist, dass es ganz maßgeblich ist, dass wir im Doppelhaushalt 2026/2027 Vorsorge treffen. Erster Punkt! Zweiter Punkt: Natürlich denken wir auch über alternative Finanzierungsmöglichkeiten nach. Da sind wir in entsprechenden Gesprächen mit der IBB, um dann vielleicht noch weitere Mittel zu ermöglichen. Drittens – und das möchte ich auch noch sehr deutlich erwähnen –: Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Masterplan Brücken, wo wir Priorisierungen vornehmen werden, wo wir uns natürlich Gedanken darüber machen, ob wir zu Rahmenausschreibungen kommen, wie wir Planer binden können, um die Situation in Gänze zu überblicken, zu priorisieren und mit den rechtlichen Möglichkeiten, die wir haben, zu untersetzen. Den Plan werden wir im Sommer vorstellen.
