Ülker Radziwill
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kahlefeld! Ich habe das Gefühl, Sie haben den Antrag gar nicht gelesen, und Sie wollen den einfach auch schlechtreden. Auch die Diskussion im Ausschuss war sehr schwierig, fand ich. Wir sagen, wir wollen die Berliner Engagementstrategie umsetzen, welche mit ganz vielen aus der Stadtgesellschaft zusammen erstellt worden ist. Sie waren auch Teil dieses Prozesses in der letzten Legislatur. Mit diesem Antrag setzen wir einen Teil der Forderungen in dieser Engagementstrategie um, wohlwissend, dass in dieser Stadt nicht nur die Berliner Engagementstrategie die Raumfrage neu definiert hat, sondern in dieser Stadt laufen schon ganz viele gute Unterstützungen für ehrenamtliches Engagement. Die Wohlfahrtsverbände bieten da eine Menge an, auch viele Vereine, Verbände, und das ist auch gut so. Engagement ist vor Ort, lokal, und so soll es auch sein, denn vor Ort kommt die Gesellschaft zusammen, und Engagement ist Kitt in dieser Gesellschaft. Das wollen wir auch mit diesem Antrag unterstützen. Das ist ein guter Antrag. Den lassen wir uns von Ihnen nicht schlechtreden. [Beifall bei der SPD und der CDU] Es ist auch deshalb ein guter Antrag, weil nämlich drinsteht, es soll ein Konzept entwickelt werden, und zu einem Konzept gehört, das in mehr als nur einer Exceltabelle darzustellen, in der irgendwie tabellarisch ein paar Zahlen aufgeführt werden. Ja, ich gebe Ihnen recht, wir haben eine gute, kluge Verwaltung. Über die haben wir heute auch in einem anderen Kontext geredet. Da gibt es viele gute Ideen. Es ist wichtig, all das zusammenzuführen, und die Schlüsselfrage, die Verantwortung, die Versicherung und wer was macht, all das muss noch mal genau diskutiert werden. Es ist, finde ich, nicht Aufgabe von uns Abgeordneten, auf dem Papier so etwas zu entwerfen, sondern zusammen mit der Fachverwaltung und eben auch den entsprechenden Betroffenen. Daher ist es ein guter Antrag, der sagt: Hey Verwaltung, leg uns ein Konzept vor! – Wir haben aufgeführt, was wir wollen, nämlich Räume für ehrenamtlich Engagierte so niedrigschwellig und einfach wie möglich zu buchen. Es ist gut, dass Berlin sich auch da auf den Weg macht – zu all dem, was es schon in dieser Stadt gibt. Ich will die letzten paar Sekunden nutzen, noch mal allen Ehrenamtlichen zu danken, die sich tagtäglich für diese Stadt auf ganz unterschiedlichen Ebenen einsetzen. Sie sind Kitt in dieser Gesellschaft. Sie führen vieles zusammen. Für ihre Unterstützung ein großes Dankeschön! Vielen Dank! [Beifall bei der SPD und der CDU] Ich freue mich, dass wir diesen Antrag heute hier auf den Weg schicken. Das ist die zweite Lesung, und ich hoffe, dass wir in ein paar Monaten über das Konzept ausführlich beraten können. Dann werden all die Fragen, die Sie hier heute gestellt haben, sicherlich gut beantwortet. – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD und der CDU]
