Karsten Woldeit
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen Abgeordnete! Herr Kollege Buchner! Wir sind auch in der Opposition, auf der harten Oppositionsbank, und ich sage ganz deutlich: Meine Fraktion ist für eine Olympiabewerbung und für die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 2036 oder 2040 in Berlin. [Beifall bei der AfD – Zuruf von Heiko Melzer (CDU)] Ich habe viel Richtiges gehört, insbesondere vom Kollegen Buchner und vom Kollegen Standfuß, aber ich habe auch verdammt viel Falsches gehört. Wenn ich mir überlege – ich bin jetzt schon einige Zeit Mitglied im Sportausschuss, was mir sehr viel Freude und sehr viel Spaß macht –, schauen wir uns mal an: Was haben denn Linke und Grüne so für Prioritäten im Sport? – Nehmen wir mal den Bereich E-Sports, Queere im Sport, Bouldern: Ja, das sind mit Sicherheit alles ganz wichtige Dinge. Die müssen wir auch beraten, über die müssen wir miteinander sprechen. Aber, und das haben Sie noch nicht begriffen, Berlin ist Sportmetropole, Berlin ist die Sportmetropole Deutschlands, wenn nicht sogar die Sportmetropole in ganz Europa, und wir haben Großereignisse. Berlin zeigt – ich kritisiere viele Dinge, die falsch laufen in dieser Stadt, aber nicht im Bereich des Sports –, was wir können. Es ist nicht nur das Pokalfinale jedes Jahr, es ist nicht nur die EURO 2024, die wir hatten, es sind nicht nur die World Games. Wir können Großereignisse. Und wenn wir Großereignisse können, dann müssen wir uns auch dafür bewerben. Der Input, den die Stadt zurückbekommt, ist wesentlich höher als das, was Sie investieren. Das müssen Sie irgendwann auch mal begreifen. [Beifall bei der AfD] Herr Ronneburg! Sie sprechen vom Tag der Klarheit. Ich spreche auch vom Tag der Klarheit. Sie haben angesprochen – ich hatte es im Sportausschuss auch angesprochen – die Bewerbung im Bereich der Kooperation zur National Football League. Sie haben behauptet, die Austragungsstädte Frankfurt und München hätten Defizite gehabt. – Das ist nicht Klarheit, das ist vollkommen falsch. Wir haben sowohl in München als auch in Frankfurt erlebt, dass der Gewinnanteil für diese Städte wesentlich höher war als die Investitionen. Das sind große Dinge, die übrigens nicht nur bei dem Sportevent als solchem stattfinden, [Zuruf von Kristian Ronneburg (LINKE)] sondern wir reden von Gaststätten, wir reden von Hotellerie, wir reden von Tourismuseinnahmen. Alles das haben Sie noch nicht verstanden, Herr Kollege Ronneburg! [Beifall bei der AfD] Was mich dann noch etwas überrascht hat: Ihr Antrag lautet – ich lese es noch mal vor – „Berlin braucht soziale Sicherheit und kein Olympia!“. Warum haben Sie, Herr Kollege Ronneburg, nicht ein einziges Wort über soziale Sicherheit verloren? – Ihnen geht es nur darum, wie immer bei Linken und Grünen, das Bestmögliche für die Stadt im Rahmen von Investitionen und Großereignissen klein- und kaputtzureden. Das ist Ihr Mantra. Alles, was der Stadt guttut, wollen Sie kaputt- und schlechtreden. Das ist der falsche Weg. Wissen Sie, was ein Beitrag für die soziale Sicherheit wäre? – Das wäre für die Menschen bezahlbare Energie. [Beifall bei der AfD] Das wäre für die Menschen ein Ende der Inflation. [Zuruf von Kristian Ronneburg (LINKE)] Das wäre für die Menschen ein Ende der voranschreitenden Deindustrialisierung und der Angst vor Arbeitskraftverlust, vor Arbeitslosigkeit. Das alles treiben Grüne und Linke voran, insbesondere die Grünen und ein Wirtschaftsminister, der diesen Namen nicht verdient hat. Wenn man das umkehren würde zu einer vernünftigen Politik, dann schafft das soziale Sicherheit. Wir unterstützen die Bewerbung der Stadt Berlin für die Olympischen Spiele 2036 und 2040. – Ich danke Ihnen! [Beifall bei der AfD – Kristian Ronneburg (LINKE): Ist klar, dass Sie ’36 wollen!]
