Marcel Hopp
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir beraten heute einen Gesetzesentwurf, mit dem wir die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen wollen, damit unsere Hochschulen einfacher Spitzenpersonal gewinnen können, um die Umsetzung des Promotionsrechts an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu ermöglichen und den Spitzensport in Berlin auch im Bereich des Studiums zu unterstützen. Kurzum, wir stärken mit diesen gesetzlichen Änderungen den Wissenschaftsstandort Berlin. Wir wollen, dass die Berliner Hochschulen im Wettbewerb um hochqualifiziertes Personal, um Professorinnen und Professoren bestehen können. Mit diesen Änderungen unterstützen wir unsere Hochschulen genau darin, dieses Spitzenpersonal zu gewinnen und zu halten. Auch die Öffnung der Anforderungen an die berufspraktische Qualifikation von Professorinnen und Professoren im Bereich der Fachdidaktik, in der Lehrkräftebildung, halte ich als Wissenschafts- und auch als Bildungspolitiker für enorm wichtig, denn dadurch wird die Lehrkräftebildung in unseren Hochschulen insgesamt gestärkt. [Beifall bei der SPD – Vereinzelter Beifall bei der CDU] Auch für Hochschulen für angewandte Wissenschaften leistet diese Gesetzesänderung eine Unterstützung. Durch die Einführung des Promotionsrechts an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind gesetzliche Anpassungen notwendig, um die Umsetzung des Promotionsrechts erfolgreich ausgestalten zu können. Wir fördern mit dieser Gesetzesänderung eben auch, wie gerade erwähnt, den Spitzensport in Berlin. Durch die Einführung einer Vorabquote für konsekutive Masterstudiengänge wird es künftig insbesondere mehr Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern möglich sein, ihr Studium nach dem Bachelor fortzusetzen. Darüber bin ich – und auch unser sportpolitischer Sprecher Dennis Buchner – sehr glücklich. Vor gut zehn Jahren war es nämlich eine sozialdemokratische Initiative, mit der Profilquote Sport eine Möglichkeit für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zu schaffen, die am größten deutschen Olympiastützpunkt in Berlin trainieren, auch ihr Studium in Berlin zu absolvieren. Jetzt schließen wir eine Lücke, indem wir auch für den Master diese Profilquote ermöglichen. Das ist eine wichtige Unterstützung, um unsere erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen, ihre duale Karriere auch aus Berlin weiter verfolgen zu können. Zu guter Letzt steuern wir auch im Bereich der privaten Einrichtungen die Qualitätssicherung von akademischen Angeboten im Land Berlin. Sie sehen, alles in allem sind das unterschiedliche, aber auch sinnvolle und gezielte Verbesserungen für die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Berlin. – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD und der CDU]
