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Christian Hochgrebe

05.12.2024 Sitzungen 19/57

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Standfuß! Ich danke Ihnen sehr herzlich für die Frage. Wie Sie wissen, ist es so, dass die NFL in den kommenden Tagen darüber entscheiden wird, wer als Austragungsort für die regelmäßigen Saisonspiele ab 2025 infrage kommt. Berlin hat da sozusagen gepitcht. Wir sind aber nicht die einzigen, die als internationale Sportmetropole sich darum bewerben, Austragungsort für NFL-Spiele zu werden. Wir sind aber der festen Überzeugung, dass sich Berlin mit Nachdruck mit einer solchen Bewerbung auch als internationale Sportmetropole profilieren kann, dass natürlich auch wirtschaftlich hiervon profitiert werden kann, dass aber auch soziokulturell davon profitiert werden kann mit den entsprechenden Effekten einer solchen einmaligen Kooperation, die sie dann wäre, sollte sie zustande kommen. Die NFL, das wissen Sie, ist eine der bekanntesten Sportligen der Welt und würde nicht nur zahlreiche Fans in unser Berlin bringen, in unsere Stadt ziehen, sondern natürlich auch die globale Sichtbarkeit der Sportmetropole Berlin signifikant stärken. Deswegen hat Frau Senatorin Spranger, deswegen hat sich die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, deswegen hat sich Frau Staatssekretärin Becker in den vergangenen Monaten ganz intensiv dafür eingesetzt, auch mit intensiven Vorarbeiten, dass wir diese Vorarbeiten auch geliefert haben. Wir stehen natürlich in ganz engem Austausch mit der NFL. Die Gespräche über die organisatorischen und auch über die infrastrukturellen Voraussetzungen laufen auf Hochtouren. Wenn wir dann aber, wie wir es heute den ganzen Tag über und auch gestern in der Hauptausschusssitzung miteinander getan haben, über den Konsolidierungsbedarf im Haushalt sprechen, dann möchte ich die Gelegenheit nutzen, auch dieses Thema gleich zu adressieren, weil eine solche Großveranstaltung bekanntermaßen auch Geld kostet. Die Gesamtkosten der Veranstaltungsserie bis 2029 belaufen sich auf rund 62 Millionen Euro. Dabei ist aber ganz wichtig festzustellen, dass etwa 80 Prozent dieser Kosten durch die NFL getragen werden. Das ist der weit überwiegende Teil der Kosten. Berlin würde mit bis zu 12,5 Millionen Euro vor allem in Sportentwicklungsprogramme, vor allem in Anpassungen des Olympiastadions und in die Gastgeberrolle für eine NFL-Spielserie investieren. Diese Ausgaben verbleiben größtenteils in der Stadt. Sie tragen aber auch insbesondere dazu bei, dass wir lokal wirtschaftlich Wertschöpfung haben, das, was Senatorin Spranger immer mit Stadtrendite bezeichnet. Es ist ganz wichtig, dass wir das hier entsprechend berücksichtigen, von den harten, messbaren Zahlen einer Stadtrendite angefangen, bis zu den weichen dann gar nicht so monetär messbaren Zahlen, Reputation und Anschauung Berlins als Sportmetropole. Angesichts der wachsenden Beliebtheit des American Football – lassen Sie mich auch darauf noch einmal eingehen – in Deutschland, der Aufnahme auch von Flag Football in das olympische Programm ab 2028, angesichts dieser Tatsachen bietet eine mögliche Austragung von NFL-Spielen durchaus auch eine einmalige Gelegenheit für die Sportmetropole Berlin. Am Montag fand bekanntermaßen das Bundesligafinale im Flag Football im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum statt. Meine Kollegin Frau Becker war dort und hat berichtet, dass es vor Ort eine grandiose Atmosphäre gewesen ist, und deswegen werden wir gemeinsam alles daran setzen, die Attraktivität von Sport insgesamt, aber natürlich auch für die NFL zu unterstreichen und eine positive Entscheidung der Liga herbeizuführen. – Vielen Dank!

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