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Marcel Hopp

SPD 26.09.2024 Sitzungen 19/53

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir hatten dieses Thema und die Frage der Steuerung jetzt schon einige Male hier im Plenum und auch im Ausschuss, deswegen will ich das hier gar nicht in die Länge ziehen. Ich will aber gleichzeitig betonen, dassauchwiralsSPD-FraktiondasThemaderSteuerung von Lehrkräften für ein wichtiges halten, bei demes sich lohnt, weiter miteinander zu diskutieren und in den fachlichenAustauschzugehen. Esist ganz klar:Die KoalitioneinteinKoalitionsvertrag, in dem viele Dinge stehen, die wir uns vorgenommen haben für diese Legislaturperiode. Man kann auch über den Koalitionsvertrag hinausgehen; das ist nur ein MindestmaßanZielen,derkleinstegemeinsameNenner.Das stehtunsfrei.UnddanngibtesebenThemen,wosichdie Koalition nicht einig ist. Ich glaube, das muss man hier ganz transparent machen. Das haben wir auch getan, sowohlFrau Lasi ć alsauchich,internalsauchöffentlich. Wir sind anderer Meinung, wenn es darum geht, ob Berlin nicht mehr Möglichkeiten nutzen sollte, um seine Lehrkräfte eben auch gerecht über die Stadt zu verteilen. Dazu gehört für uns auch, dass wir über Steuerungsmöglichkeiten nachdenken müssen, das, was in der Vergangenheit auch von uns mit etabliert wurde von einer SPDgeführten Bildungsverwaltung, denn wir sind in einer großen, heterogenen Stadt, und wir haben einen Personalmangel. Wir wissen insbesondere aus Regionen wie Marzahn-HellersdorfundSpandauundauchausSchulen,diesozial benachteiligt sind, dass es unglaublich schwer für diese Schulenist, Personal zugewinnenund zuhalten. Deswegen ist die Frage von Verteilung eine Frage von Bildungsgerechtigkeit. Das ist eine Säule dessen. Und umso wichtiger ist es, dass wir politisch alles uns Mögliche dafürtun,dasseszueinergerechtenVerteilungnichtnur von Ressourcen kommt. Das war uns immer wichtig, deswegen gibt es das Brennpunktschulprogramm oder dasBonusprogramm.Wirmüssendort,wowirbesondere Bedarfe haben, besonders steuern und besonders eingreifen. [BeifallbeiderSPD] DasGleiche giltnichtnurfür Ressourcen,sondernesgilt natürlich auch für Personal, insbesondere in Zeiten des Mangels. Denn alles andere ist ungerecht, und zwar den Schulleitungen gegenüber, den Kollegen gegenüber, den Eltern und Schülerinnen und Schülern gegenüber. Denn wir haben unterschiedliche Bedingungen. Die haben wir sowiesoindenunterschiedlichenKiezen.Umsowichtiger istes,dassunsereSchulensoaufgestelltsind,dasssiedie bestmöglicheLernumgebungschaffen. Wir haben leider die Nachrichten, auch aus Marzahn-Hellersdorf, die uns sagen: Seitdem nicht mehr gesteuert wird, gehen Lehrkräfte in andere Bezirke, in andere Regionen, die eben nicht so weit weg sind oder nicht die gleichen Herausforderungen darstellen. Deswegen ist die FragederSteuerungvonRessourcenundPersonalfüruns eine Frage der Verantwortung und auch eine Frage der Gerechtigkeit. Ich freue mich sehr, dass wir dazu im Ausschuss weiter miteinander in einen kritischen, konstruktiven Dialog gehen. [FranziskaBrychcy(LINKE):Eswirdheute abgestimmt.DamüssenSieheutezustimmen!] – Ja, dann müssen wir trotzdem noch einmal im Ausschussdarübersprechen. Ich möchte hier ganz klar signalisieren: Wir sind da weiteroffen,gemeinsamLösungenzufinden. Insofern,glaube ich, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. – Ich dankeIhnen!VielenDank! [BeifallbeiderSPD – VereinzelterBeifallbeiderCDU] PräsidentinCorneliaSeibeld: Vielen Dank! – Für die AfD-Fraktion hat Herr AbgeordneterWeißdasWort.

Alle Reden von Marcel Hopp Protokoll ↗