Sebahat Atli
Frau Präsidentin! Meine Damen, meine Herren! Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Zahl der Seniorinnen und Senioren stetig steigt. Das bedeutet jedoch nicht nur, dass wir mehr Ressourcen für Gesundheits- und Pflegedienste bereitstellen müssen. Es ist unsere Verantwortung und höchste Zeit sicherzustellen, dass Bedürfnisse älterer Menschen im öffentlichen Leben Berücksichtigung finden. [Beifall bei der SPD ‒ Beifall von Stephan Schmidt (CDU), Katharina Senge (CDU) und Dirk Stettner (CDU)] Der Handel muss sich den Bedürfnissen seiner Kundinnen und Kunden anpassen. Dazu gehören auch spezielle Anforderungen älterer Menschen. Ältere Menschen stehen häufig vor Herausforderungen, die wir in der Hektik unseres Alltags leicht übersehen. Einkaufen, eine alltägliche Notwendigkeit, kann für sie zu einer erheblichen Belastung werden. Daher fordern wir als SPD und Koalition den Senat auf, die Interessen älterer Menschen als Käufergruppe stärker in den Vordergrund zu stellen, um ihre Lebensqualität maßgeblich zu verbessern. Dazu soll der Senat gemeinsam mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg und der IHK ein umfassendes Konzept entwickeln, das den Einkaufsalltag älterer Menschen sicherer und komfortabler gestaltet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gestaltung des Kassenbereichs. Hier muss mindestens gewährleistet sein, dass Rollstühle und Rollatoren durchfahren können. Die Servicetresen sollten absenkbar sein, und Hilfe beim Einpacken sollte selbstverständlich angeboten werden. Auch die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Produkten muss maßgeblich verbessert werden. [Beifall bei der SPD ‒ Beifall von Stephan Schmidt (CDU) und Dirk Stettner (CDU)] Eine gute Beleuchtung im Verkaufsraum ist unerlässlich, und die Regale dürfen nicht hoch angebracht sein. Rollstuhlgerechte Einkaufswagen sollten überall verfügbar sein. Ebenso muss die Lesbarkeit von Preisschildern, Etiketten und Informationen klar und deutlich gesichert sein. Wir sollten musikfreie Zonen einführen, um sicherzustellen, dass der Einkauf in Ruhe erledigt werden kann und die Durchsagen verstanden werden können. Schließlich ist wichtig, Ruhezonen zum Sitzen für Ältere anzubieten, ergänzend gern Wasserspender und leicht zugängliche Kunden-WCs mit automatischer Türöffnung. Wenn wir diese Maßnahmen gemeinsam umsetzen, respektieren wir nicht nur die Würde der älteren Generation, sondern auch die Lebensqualität jedes Einzelnen von uns hier. Wir nehmen dadurch notwendige Anpassungen an eine sich verändernde Bevölkerungsstruktur vor und fördern Inklusion in allen Lebensbereichen. [Beifall bei der SPD ‒ Beifall von Stephan Schmidt (CDU) und Dirk Stettner (CDU)] Niedersachsen macht das längst. Geben Sie sich einen Ruck, setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen für eine inklusivere Gesellschaft und unterstützen Sie diesen Antrag! ‒ Vielen Dank! [Beifall bei der SPD ‒ Vereinzelter Beifall bei der CDU]
