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Frank-Christian Hansel

AfD 18.04.2024 Sitzungen 19/46

Werte Frau Präsidentin! Liebe Berlinerinnen und Berliner! Liebe Kollegen! Gut, dass es auch eine andere Meinung gibt, aber wir haben ja schon drei differenzierte Meinungen heute gehört, denn Ihren Glauben an die Wasserstofftechnologie als Schlüsselkomponente und Allheilmittel für die Erreichung von Klimaneutralität teilen wir nicht. Wir erkennen vielmehr, dass die dahinterstehende Energiewende im Sinne des deutschen Sonderwegs wirtschaftlich schadet. Deutschland ist Schlusslicht bei den Industrieländern, unser Strom ist zu teuer, die Wirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig. Der deutsche Atomausstieg war und ist falsch. Unsere Abhängigkeit von der Kohle hat sich dabei nicht wesentlich verringert, trotz der kolossalen Investitionen von über 30 Milliarden Euro in erneuerbare Energien stammen immer noch rund 30 Prozent unserer Energie von Kohle und Gas ab. Grüner Wasserstoff ist, zumindest in seiner jetzigen Form, viel zu teuer, das wurde gesagt, mit Preisen zwischen 2,50 Euro und 5,50 Euro pro Kilogramm sind die Kosten nicht wettbewerbsfähig. Seine Produktion hängt von der nur temporären Verfügbarkeit nicht grundlastfähiger, erneuerbarer Energien ab. Diese Konzentration auf grünen Wasserstoff ist ein Fehler. Auch die Idee, Wasserstoff als Speichermedium für überschüssige Sonnen- und Windenergie bei geringer Nachfrage zu nutzen, wie es gerade gesagt worden ist, hat einen Haken, denn umgekehrt ist es zwingend, parallel zum Ausbau der Erneuerbaren, eben weil diese bei Dunkelflaute keine Nachfragespitzen abdecken können, eine zusätzliche gigantische Gasgroßkraftwerkinfrastruktur zu errichten. Keiner weiß, wer die planen, bauen, finanzieren oder wirtschaftlich betreiben soll. Als roter Wasserstoff, also über Herstellung mit Atomstrom, wäre das heute schon nutzbar. Das läuft übrigens international unter Nuclear Hydrogen Initiative. Dazu besteht die Bereitschaft der Bundesregierung, roten Wasserstoff von Frankreich zu kaufen – im Kanzleramt ist man da schon realistischer. Schauen wir in unsere Region, stellen wir fest, wir haben heute zu teuren und zu wenig Strom, Oranienburg als Stichwort. Ihr hilfloser Antrag zeigt, Sie verdrängen die aktuellen Probleme; mit Augen zu in eine imaginäre Zukunft einer Wasserstoffwelt, die es so nie geben wird. So macht man keine verantwortliche Politik. – Ganz herzlichen Dank! [Beifall bei der AfD]

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