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Dennis Buchner

18.04.2024 Sitzungen 19/46

Das beantwortet die Wirtschaftssenatorin. – Bitte sehr, Frau Giffey! Bürgermeisterin Franziska Giffey (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe): Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Thema Ausbau der Ladeinfrastruktur ist für uns eines, das essenziell wichtig ist, wenn wir uns um die Bausteine für ein klimaneutrales Berlin möglichst vor dem Jahr 2045 kümmern. Es ist Teil der Richtlinien der Regierungspolitik, und ich kann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass der Berliner Senat am Dienstag dieser Woche die Gesamtstrategie für die Ladeinfrastruktur und den Ladeinfrastrukturausbau bis zum Jahr 2030 beschlossen hat und damit einen ganz wesentlichen Beitrag dazu leisten will, die Verkehrs- und Antriebswende tatsächlich auch voranzubringen. Wir können sagen, dass der aktuelle Bedarf an Ladepunkten in der Stadt abgedeckt werden kann. Wir haben mittlerweile 25 000 Ladepunkte in Berlin. Die meisten davon befinden sich auf privatem Grund, sind Wallboxen, die Menschen in ihren privaten Garagen oder auf privaten Grundstücken errichtet haben. Das sind 21 000. Dazu kommen 3 800 öffentlich zugängliche Ladepunkte, und es kommen 2 400 Ladepunkte im öffentlichen Straßenraum dazu. Da haben wir im letzten Jahr sehr viel zusätzlich erreichen können, denn das Thema Laden an Straßenlaternen als Ladepunkte war ja bisher noch nicht umgesetzt. Wir haben im letzten Jahr mit dem Laternenladeprojekt 825 Laternenladepunkte installieren können. Das heißt, wir konnten hier deutlich aufstocken: Insgesamt sind es jetzt 875 Laternenladepunkte, die Steigerung ist im letzten Jahr also enorm. Wir haben mehr als 1 800 öffentlich zugängliche Ladepunkte allein im letzten Jahr, also 2023, aufbauen können. Das heißt, die Ladeinfrastrukturkapazität ist 2023 erheblich erhöht worden. Es geht darum, dass wir jetzt für die nächsten Jahre eine vorausschauende Planung machen, dass wir ganz klar abbilden, dass es bei der Elektromobilität einen Markthochlauf gibt. Im Moment sehen wir etwa 60 000 Elektroautos in der Stadt. Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren bis 2030 ungefähr 400 000 werden. Und das Entscheidende ist: Wie viel Ladekapazität brauchen wir dann? Wir werden in dieser Zeit eine Vervielfachung haben. Derzeit haben wir in Berlin ungefähr 300 000 kWh Ladebedarf täglich. Wir gehen davon aus, dass wir bis 2030 circa 2 Millionen kWh Ladebedarf pro Tag haben werden. Und selbstverständlich braucht es dafür einen Hochlauf der Kapazitäten. Wir werden uns selbstverständlich auf öffentlich gewidmete Straßen konzentrieren, aber auch auf private, öffentlich zugängliche Flächen und auch auf private, nicht öffentlich zugängliche Flächen, wo wir Genehmigungsverfahren vereinfachen. Also überall dort, wo zusätzliche Ladekapazität geschaffen werden kann, werden wir das unterstützen. Es geht um Bedarfsgerechtigkeit, um Nutzerfreundlichkeit, aber auch um ein leistungsfähiges Netz. Das bedeutet, dass wir die Themen Abstimmung mit den Bezirken, Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen für Ladesäulen, aber auch die Zusammenarbeit mit der Stromnetz Berlin ausbauen werden. Wir haben gerade gestern die Bilanz und den Ausblick der Stromnetz Berlin in der Jahrespressekonferenz vorgestellt. Die Stromnetz Berlin wird in den nächsten zehn Jahren die Gesamtkapazität des Berliner Stromnetzes verdoppeln müssen, um natürlich auch in puncto Ladeinfrastruktur leistungsfähig zu sein. Und das bedeutet, dass wir ganz klar alles tun werden, um tatsächlich die Ladeinfrastrukturmöglichkeiten sowohl im öffentlichen, im teilweise öffentlich zugänglichen, aber privaten und natürlich auch im privaten Raum zu ermöglichen. Wir arbeiten gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und werden dort auch diese Genehmigungsverfahren und alles, was dafür nötig ist, gemeinsam gestalten. – Vielen Dank!

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