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Cornelia Seibeld

21.03.2024 Sitzungen 19/45

Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Sehr geehrte Frau Eralp! Wir haben schon in der Vergangenheit im Bildungsausschuss über das Thema der Beschulung in der Unterkunft Tegel berichtet. Auch da habe ich deutlich gemacht, dass es integrative Momente gibt. Sie definieren Integration ausschließlich über das Regelsystem; ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wir können unseren ankommenden Kindern und Jugendlichen auch Integration ermöglichen, indem wir Ihnen Angebote machen, dass sie die Stadt erkunden und Sportunterricht und kreative, musikalische Angebote außerhalb der Unterkünfte und außerhalb dieser Beschulungsangebote wahrnehmen. Das findet in Tegel statt. Das könnte man ebenso an anderen Standorten denken. Die Frage ist doch: Was ist die Alternative, Frau Eralp? Ist es die Alternative, wie Sie sie sehen, dass wir in den Unterkünften sitzen und gar kein Angebot haben? – Ich betone noch einmal: Unsere Regelschulen sind voll. Die 27 000 fehlenden Schulplätze sind dennoch im Regelsystem untergebracht. Das bedeutet: Alle Schulen in Berlin sind überfrequent belegt. Wir haben momentan nicht das Platzangebot. Parallel bauen wir selbstverständlich mit der Berliner Schulbauoffensive jedes Jahr Tausende von Schulplätzen. Dennoch laufen wir diesen internationalen und globalen Entwicklungen hinterher, und Berlin ist und bleibt ein Hotspot. Wir haben hier einfach einen anderen Druck im System. Mein Ziel ist es: Jedem Kind ein Bildungsangebot zu machen, und ja, was uns eint, so schnell wie möglich integrativ. Was uns wahrscheinlich nicht eint: Ich werde nicht warten, bis die Plätze da sind, sondern jetzt nach flexiblen Alternativen gucken, parallel bauen und mir Gedanken darüber machen, wie wir Integration zumindest schaffen können, aber ich werde nicht dabei zusehen, wie unsere Kinder und Jugendlichen weiterhin über Monate kein Bildungsangebot haben. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU]

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