parlament-berlin.de ↗

Cornelia Seibeld

21.03.2024 Sitzungen 19/45

Frau Senatorin, bitte schön! Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Dafür muss ich ein Stück weit ausholen. Wir müssen uns einmal vor Augen führen, welche Mittel wir mit dem aktuell laufenden Digitalpakt verausgabt und in die Schulen gebracht haben, damit alle die Zahlen noch einmal vor Augen haben. Der Digitalpakt momentan hat Berlin 256 Millionen Euro gebracht, davon sind 250 Millionen Euro entweder schon gebunden oder verausgabt. Das macht deutlich, dass wir in den vergangenen Jahren sehr stark insbesondere in die digitale Infrastruktur investiert haben, in die Anschlussfähigkeit unserer knapp 800 Schulen an das Breitbandnetz. Sie haben es aber gerade während der Pandemie gesehen, dass es uns mittels des Digitalpakts möglich war, die Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten auszustatten, ebenso das pädagogische Personal. Wir haben das Berliner Schulportal, worauf alle Beteiligten einer Schulgemeinschaft, Schüler, Eltern und pädagogisches Personal Zugriff haben, auf- und ausgebaut. Das bedeutet aber auch, dass wir dort Lernmittel, Unterrichtsmaterialen, Dokumente, alles, was in einem regulären Schulbetrieb benötigt wird, eingestellt haben. Gleichzeitig sind vom Digitalpakt auch Service- und Supportstrukturen finanziert worden. Sie haben es gesehen, dass es uns gerade in diesem Schuljahr möglich war, einen sogenannten zweiten IT-Tag an die Schulen zu bringen. Die ersten Schulen partizipieren schon. Das bedeutet gleichzeitig auch wieder Entlastung von pädagogischem Personal, indem IT-Strukturen an den Schulen von externen Servicedienstleistern übernommen werden. All das, gerade die Infrastrukturen, der Support und der Service, muss auch in einem zweiten, einem fortlaufenden Digitalpakt einen Anklang finden, wieder eingepreist werden. Es geht uns aber auch um Bildungscontent. Es sind Gespräche wie, was das für den Unterricht, für Unterrichtsmethoden, aber auch für Qualifizierungsmaßnahmen des pädagogischen Personals bedeutet. Das sind Dinge, die jetzt im zweiten Digitalpakt zum Tragen kommen müssen. Gleichzeitig müssen die geschaffenen Infrastrukturmaßnahmen erhalten bleiben. Das sind Dinge, die wegfallen würden, wenn es keinen weiteren Bund-Länder-Digitalpakt geben kann.

Alle Reden von Cornelia Seibeld Protokoll ↗