Linda Vierecke
SehrgeehrteFrauPräsidentin!SehrgeehrteAbgeordnete! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich möchte uns kurz einmaldaran erinnern, in welch katastrophaler Lage wirunsgeradebefinden [Frank-ChristianHansel(AfD): Ja,SiealsSPD!Unter5 Prozent! ‒ LarsDüsterhöft(SPD): Jetzthör docheinfachmalzu! ‒ WernerGraf(GRÜNE):Genau, dakönntihrnochwaslernen!] und warum es so essenziell ist, dass wir bei dem Thema erneuerbare Energien endlich schneller vorankommen. Etliche Studien beschreiben, was Sie vielleicht nicht glauben wollen: Wir rasen beim Thema Klima auf Kipppunkte zu. Wenn wir weiter so viel CO ausstoßen wie 2 jetzt, dann kann das sogar Auswirkungen auf den Golfstrom haben, der kollabieren könnte und was massive Auswirkungen auf unsere Temperaturen hierzulande hätte. Wir reden von Extremtemperaturen, die dann auch Sietreffenwerden. [Frank-ChristianHansel(AfD):ExtremtemperatureninBerlin!Ichfasseesnicht!] Was brauchen wir also? ‒ Wir brauchen den Ausbau erneuerbarer Energien, so schnell wie möglich, und deshalb ist für uns auch klar, dass wir als Land Berlin das Wind-an-Land-Gesetz ernsthaft angehen, denn das ist Klimaschutz. [BeifallbeiderSPD ‒ VereinzelterBeifallbeidenGRÜNEN undderLINKEN ‒ BeifallvonAldonaMariaNiemczyk(CDU)] Berlin muss da vorankommen. Wir haben momentan sechsWindkraftanlagen. [RonaldGläser(AfD):Sechszuviel!] Diese stehen alle in Pankow und versorgen bis zu 20000BerlinerinnenundBerlinermitStrom. [SteffenZillich(LINKE): Für20000sindsechszuviel?] Klarist,dassdasnichtreicht,umdieseStadtklimaneutral zu bekommen. Ganz klar ist auch, dass es in einer Stadt wie Berlin super schwierig ist, Orte für die Windkraft zu finden. Genau das zeigt ja die Potenzialstudie zur Windkraft, die jetzt vorliegt. Es gibt in Berlin keine Flächen, die konfliktarm sind ‒ keine einzige. Also müssen wir doch jetzt vorsichtig abwägen; allein das kann ja unsere Aufgabe sein. Ich habe mir letzte Woche auch ein Bild gemacht;ichwarindenBerlinerForsten,inderNähedes Müggelsees, aneiner Stelle, ander dieWindkraftanlagen hinkommen könnten. Da gibt es Mischwald, eine kleine, alte Eichenallee und auch Kiefernwald. Natürlich tut das weh,sichgenaudortAnlagenvorzustellen. [ZurufvonderAfD] Und unsere Berliner Wälder sind eben da für die ErholungderBerlinerinnenundBerliner.DasistdasZiel.Und sie sind ein wichtiger CO -Speicher, den wir für die Kli-2 maneutralität dringend brauchen. Wir wägen das sehr vorsichtig ab. Das Drohszenario, dass Sie zeichnen, ist alsoQuatsch.VorunsliegtjetzteineStudie,diemögliche Flächen für Windkraft ausweist, weit mehr, als wir am Ende benötigen werden. Darunter sind Waldflächen, aber auch versiegelte Flächen, Gewerbeflächen, Wiesen, Felder. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Was wir jetztbrauchen,isteinklares,transparentesVerfahren,bei dem wir nach Fachkriterien abwägen, wo die Windkraftanlagenhinsollen. [Frank-ChristianHansel(AfD):GarnichtinBerlin!] Fachkriterien und nicht einzelne Anträge, die sagen, wo es auf gar keinen Fall geht, um konsequenten Klimaschutzabzulehnen. Ichbindafür,dasswirdieDebattevielleichtauchmalein bisschen umdrehen und anders führen und die Frage stellen: Wo können wir Windkraft möglich machen und dieMenschenandiesemWegzurKlimaneutralitätbesser beteiligen? Wir müssen doch stärker klarmachen, was dieser Wandel gerade an Vorteilen bringt. Dafür ist es wichtig mitzugestalten, mitzuentscheiden und vielleicht sogar mitzuwirtschaften. Die Menschen wollen, anders alsSieesbehaupten,TeildiesesWandelssein.Gebenwir ihnendieMöglichkeitdazu! – Danke! [BeifallbeiderSPD unddenGRÜNEN – BeifallvonKatharinaSenge(CDU)] VizepräsidentinDr.BaharHaghanipour: Vielen Dank! – Und für die Fraktion Die Linke hat der KollegeScheeldasWort.
