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Sebastian Scheel

LINKE 22.02.2024 Sitzungen 19/43

Vielen Dank für die Frage! – Erst mal, das will ich mit keinerSilbegesagthaben,denndieTiefenbohrungen,die wir gerade machen, sind noch von der alten Regierung angestoßen worden. Sie profitieren ja im Moment vom Ergebnis der haushälterischen Vorsorge und von der inhaltlichen Maßgabe, dass wir Tiefengeothermie überhaupt machen müssen. Es gibt ja, wie Sie vielleicht im November letzten Jahres in der Zeitung gelesen haben, die Senatorin hatte sich geäußert, drei Standorte, an denen Geothermie jetzt neu geprüft werden soll. Das ist einmal Buch, dann gibt es noch in Neukölln das Fernheizkraftwerk und UTR, die Urban Tech Republic. Das sind die drei Standorte, an denen Geothermie herausgewonnenwird.Darauf,warumesdeshalbrichtigwar,dass Rot-Rot-Grünesangeschobenhat,kommeichinmeinem Beitragnochzusprechen.DankeschönfürdieFrage! Wir waren gerade bei der oberflächennahen Thematik. Wie gesagt: Es gibt ungefähr 15000 Bohrungen, die in Berlinschonvorgenommenwurden.Deswegenhabenwir einen sehr guten Überblick, was die oberflächennahe Geothermie angeht, die in dem Atlas, den Sie ja gerne nutzenwollen,auchschonmitaufbereitetist. Ich habe mal die Vermutung, dass sich im Rahmen der oberflächennahen Geothermie auch nicht so viel ändern wird, selbst wenn wir noch mal 15000 Bohrungen machen. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Wir wissen, wo Potenziale sind, wir wissen, wo Ausschlussgebiete sind wegen des Grundwasserschutzes, und dementsprechend gibtesdanichtNeuesherauszubekommen. Interessant wird das Thema insofern, dass wir an der oberflächennahen Geothermie immer eine Wärmepumpe brauchen, denn die Temperaturen, die dort erreicht werden, reichen von sich aus nicht aus, um das Haus zu heizen. Da muss durch eine Wärmepumpe nachgeholfen werden. Erst ab 1000 Metern kommen wir in Schichten, indenen40GradCelsiuserreichtwerden.Dasistfüruns auch noch nicht interessant, denn wir wollen ja nicht, dassdieLeutewiewildanfangen,1000Metertiefinden Bodenzubohren,beiallenGefahren,diedaranhängen. Für uns ist es deshalb interessant, weil wir ab 3,2Kilometern Tiefe eine Hitze des Bodens, der Geothermie bekommen, die ausreichend ist, um Strom zu produzieren. Das ist doch des Pudels Kern. Deswegen brauchenwirdieTiefenbohrungen;nicht,damitalle Leute wissen, wo sie jetzt bitte mal ganz tief reinbohren, sondern damit wir wissen, wo denn bitte schön unsere Kraftwerke, die aus Geothermie gespeist werden und Wärme produzieren können, dann auch hingestellt werden sollen. Deswegen ist das Fernheizwerk Neukölln ein richtiger Standort. Es ist auch die Urban Tech Republic ein richtiger Standort, weil dort ein neues Stadtquartier entwickelt werden soll, was dementsprechend auch mit Wärmeversorgtwerdenmuss. Bisher gibtesvonder IBBeine Studie. Die hatvielleicht der ein oder andere nicht gelesen. Die ist im Oktober 2023 veröffentlicht worden und geht davon aus, dass 20Prozent unseres zukünftigen Wärmebedarfs aus der Geothermie kommen könnte, in absoluten Zahlen: 6440 Gigawattstunden, die wir an Wärmeleistung aus der Geothermie hervorholen können. – Insofern ist das ein sehr wichtigesThema. Der Antrag allerdings wird dem nicht ganz gerecht. Ob wir ihm zustimmen, wird daran hängen, ob wir da im Ausschuss noch ein bisschen „Butter bei die Fische“ bekommen, was Sie mit diesem Antrag wollen. Dann könnenwirunsgernenochmaldarüberunterhalten. Unabhängig davon, dass die Bohrung erst im nächsten Jahr beginnen soll, wird es für die Wärmeplanung ein bisschen knapp. Um das noch einfließen lassen zu können, gibt es in Berlin schon drei weitere Bohrungen, die zumindest ein paar Kenntnisse geliefert haben sollten: einmal Berlin1 in Charlottenburg-Wilmersdorf, mit 4039 Metern ganz schön tief – meine letzte Minute läuft – , Reichstag1 in Mitte, 560Meter, istnicht ganz so interessant, und in Wartenberg in Lichtenberg mit 1888 Metern,auchrelativtiefindieTiefegegangen. Geothermie ist ein Thema, ein Thema der Zukunft, das wir bei der Wärmeplanung mitberücksichtigen sollten. Der Antrag gibt das leider nicht her. – Vielen Dank für IhreAufmerksamkeit! [BeifallbeiderLINKEN – VereinzelterBeifallbeidenGRÜNEN] VizepräsidentinDr.BaharHaghanipour: VielenDank! – FürdieAfD-FraktionhatderAbgeordneteHanseldasWort.

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