Katharina Senge
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Lieber Jian Omar! Eines vorweg:Ichfindeessehrgut,dasswirhierheuteüberdie Situation in Tegel diskutieren. Denn das, was dort entstandenist,istinderTateinNovuminderGrößeundder Konstruktion. Es ist richtig und wichtig, dass wir hier auch sichtbar für dieBerlinerinnen undBerliner diskutieren, was dort gut läuft, was nicht gut läuft und wie wir es weiterentwickeln wollen. [BeifallbeiderCDU– VereinzelterBeifallbeiderSPD] Esist aber auch unsere Verantwortung für die Menschen, die dort untergebracht sind. Wir hatten die Anhörung im Ausschuss. Wir waren auch als Ausschuss dort vor Ort undhaben esgesehen.Esistbelastend,ohneZweifel,mit wenig Privatsphäre mit fremden Menschen auf engem Raumzusammenzuleben. Wir haben aber auch gesehen, als wir dort waren, dass sichdortsehrvieleszumGutenentwickelthat.Seitseiner Eröffnung im Frühjahr 2022, nach dem Angriff Putins auf die Ukraine, ist die Unterkunft von den anfänglichen 500 Plätzen auf das 15-Fache gewachsen. Das ist enorm. Auch der schwarz-roteSenathatdiePlätzeinTegelnoch einmal aufgestockt auf 7 000. Ich sage Ihnen aber ganz klar: Wir machen das nicht, weil wir Großunterkünfte toll finden. Wir machen das, weil die Kapazitäten zur Aufnahme von Geflüchteten in der ganzen Stadt am Limit sind und weil wir nicht wollen, dass die Menschen auf der Straße landen. [BeifallbeiderCDU– VereinzelterBeifallbeiderSPD] Die Ausweitung Ende 2023 hat auch dazu geführt, dass wieder etwas mehr Luft ist, dass auch besser dafür gesorgt werden kann, dass geschlechtergetrennt untergebracht wird. Denn natürlich ist das wichtig. Uns allen ist das wichtig, und es wird auch in der Regel so gemacht. Es gibt inzwischen ein Gewaltschutzkonzept und ein Kinderschutzkonzept, auch ein Frauenschutzkonzept wurde erarbeitet. Daher bleibt der Antragdoch ein Stück weithinterderRealitätzurück. VizepräsidentDennisBuchner: Frau Kollegin, ich darf Sie fragen, ob Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Omar zulassen würden.
