Prof. Dr. Martin Pätzold
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herzlichen Dank an Bündnis 90/Die Grünen dafür, dass wir heute hier im Hohen Haus über das Azubiwerk, über Ihren Antrag diskutieren können, um noch mal unsere Wertschätzung für Auszubildende deutlich zu machen. Sie haben in den letzten Jahren, das will ich durchaus wertschätzend sagen, hier auch als Koalition viel dafür getan und versucht, die Ausbildung im Land Berlin zu stärken. Wir haben alle gesehen, was die Zahlen derer angeht, die in Ausbildung gekommen sind, wie schwer es war, diese Herausforderung zu meistern, und jetzt bedarf es auch einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Christdemokraten und Sozialdemokraten in der Koalition, um das auszubauen und gerne auch Punkte, die Sie in Ihrem Antrag beschreiben, gemeinsam umzusetzen. Wir haben im gemeinsamen Haushalt schon erste Voraussetzungen dafür geschaffen, auch das, was Sie in Ihrem Antrag formulieren, gemeinsam umzusetzen. Deswegen sehen wir Ihren Antrag auch für die Ausschussarbeit der Staatssekretärin und der Senatorin positiv, um das, was wir auch gemeinsam umsetzen wollen, positiv zu begleiten. Ich will das hier sehr deutlich sagen: Wir haben im Koalitionsantrag schon Grundlagen dafür gelegt, das, was Sie als Argumente benennen und was Sie hier in Ihrer Rede dargestellt haben, gemeinsam umzusetzen. Ich habe es gesagt, mit aller Wertschätzung: Sie haben gesehen, wie schwer es ist, in Berlin mehr Menschen in eine Ausbildung zu bekommen. Deswegen hat auch die Senatorin zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister das Bündnis für Ausbildung in den Vordergrund gerückt. Das ist ja eines unserer großen Themen, das gemeinsam zum Erfolg zu führen und mehr Menschen in eine Ausbildung zu bekommen, wie Sie es gerade auch beschrieben haben. Der zweite Punkt, der uns auch sehr wichtig war, den Sie auch in Ihrer Rede und in Ihrem Antrag beschreiben, ist die Frage, wie es uns gelingt, mehr Wohnraum für Auszubildende zu schaffen. Da kann man ja durchaus positiv auf das Studentenwerk schauen, auch in der Vergangenheit, dem es ja immer wieder gelungen ist, dort Rahmenbedingungen zu schaffen, auch wenn wir wissen, dass das Angebot mittlerweile nicht ansatzweise reicht, um die Nachfrage zu bedienen. So kann natürlich so ein Azubiwerk und die Schaffung von Wohnraum, gezielt auch für Auszubildende, eine Hilfeleistung darstellen. Wir haben uns deswegen im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, 5 000 zusätzliche Wohnungen für Studenten und Auszubildende zu schaffen, und daran werden wir jetzt auch arbeiten, das gemeinsam hinzubekommen! Der dritte Punkte, der mich umtreibt und den Sie ja auch in Ihrem Antrag ansprechen, ist die Frage, wie wir die Attraktivität der Ausbildung insgesamt steigern. Auch dazu haben wir im Koalitionsvertrag einiges formuliert. Ich will konkret zwei Punkte erwähnen. Das ist einerseits, dass wir Meisterausbildungen besser ermöglichen, dass wir das unterstützen, und dass wir zweitens in dem Bereich vor allem gucken, dass wir Schulgelder in einigen Bereichen der Ausbildung zukünftig streichen. Das werden wir jetzt auch in den nächsten Monaten und Jahren versuchen gemeinsam gut hinzubekommen. Deswegen sehen wir Ihren Antrag als gute Grundlage, um darüber intensiv im Ausschuss zu reden und zu schauen, welche inhaltlichen Punkte wir aufnehmen können, wie wir gemeinsam und schneller an den Zielen arbeiten können, die wir uns im Koalitionsvertrag gegeben haben, wie wir gemeinsam erfolgreich sein können. Sie haben es beschrieben: Ausbildung – die Frage, wie wir Fachkräfte in Zukunft ausbilden – ist eine der Grundlagen, eine der Säulen dafür, dass wir unseren Wohlstand in Deutschland erhalten können. Wenn wir dafür gemeinsam etwas tun können, dann soll Ihr Antrag gerne einen guten Beitrag dazu leisten. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU, der SPD und den GRÜNEN]
