Sandra Khalatbari
Nein, danke! – Lassen Sie mich noch eine weitere Anmerkung machen: Wir als CDU-Fraktion implizieren nach wie vor, dass ein Gymnasium in erster Linie mit dem Abschluss Abitur zur Studienbefähigung führt. Folglich bedarf es dort nicht zwingend flächendeckend der Ausweitung des Faches WAT zum jetzigen Zeitpunkt. In Klassenstufe 9 sind wir als Koalition bei Ihnen. Diesem Unterschied, der für uns eine klare Priorität hat, haben wir erst kürzlich durch die Abschaffung des MSA explizit Rechnung getragen. [Beifall bei der CDU] Alle anderen Schularten führen mit dem erfolgreichen Besuch der 10. Klasse und dem bestandenen MSA in erster Linie in eine nachfolgende Berufsausbildung. Hier gibt es in den 9. und 10. Klassen zum Beispiel der Integrierten Sekundarschule oder der Gemeinschaftsschule bereits fast alles, was Sie mit Ihrem Antrag fordern. Wahlweise kann in der Oberstufe natürlich auch für einen Teil der Schülerinnen und Schüler die schulische Laufbahn mit dem Abitur nach dem 13. Schulbesuchsjahr fortgesetzt werden. Unser Ziel ist und bleibt es, jedes Kind und jeden Jugendlichen bis zum gewählten und beabsichtigten Schulabschluss und bis zur besten Entwicklung und Entfaltung seiner praktischen und intellektuellen Fähigkeiten zu begleiten und zu unterstützen. Der letzte Satz: In der Schwerpunktsetzung, in den Richtlinien der Regierungspolitik wird die Bedeutung der Berufsorientierung und der Begleitung junger Menschen auf dem Weg in den Beruf deutlich hervorgehoben. Deshalb können wir Ihrem Antrag in dieser Form, wie Sie ihn vorgelegt haben, nicht zustimmen. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU – Beifall von Lars Düsterhöft (SPD)]
