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Marcel Hopp

SPD 07.09.2023 Sitzungen 19/34

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Grünen-Fraktion! Zunächst einmal vielen Dank für den inhaltlichen Aufschlag hier zum Ausbau der multiprofessionellen Teams an Schulen. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir uns regelmäßig mit diesem Thema im Parlament und auch im Ausschuss beschäftigen. Einerseits, weil wir alle multiprofessionelle Teams als Gelingensbedingungen für die inklusive Schule als solche bewerten – das ist hier sicherlich Konsens –, aber auch, weil die Zielsetzung von multiprofessionellen Teams in ihrer konkreten konzeptionellen Umsetzung, Ausgestaltung und Zusammensetzung hier teilweise sehr verschieden betrachtet wird. Der Aufbau multiprofessioneller Teams an Schulen bedeutet, bewusst Berufsgruppen abseits der Lehrkräfte zu stärken und damit die pädagogische Zusammenarbeit auf sehr viel breitere Schultern zu stellen, um auf die unterschiedlichen und sich dynamisch verändernden pädagogischen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler adäquat eingehen zu können. Wenn man diese Definition wörtlich nimmt, arbeiten Schulen jetzt bereits multiprofessionell. Schon jetzt sind neben Lehrkräften an unseren Schulen unter anderem Verwaltungskräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Facherzieherinnen und -erzieher, Betreuerinnen und Betreuer, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Pädagogische Unterrichtshilfen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Werkstattleitungen, Sprachlernassistenten, Psychologinnen und Psychologen, IT-Admins, Teams der Berufs- und Studienorientierung tätig. Uns als SPD-Fraktion war der Ausbau der multiprofessionellen Teams immer ein wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir beispielsweise in der vorangegangenen Koalition im Doppelhaushalt 2022/23 die Pädagogischen Unterrichtshilfen an unseren Schulen massiv und strukturell ausgebaut. In der jetzigen neuen Koalition – und das freut mich sehr – haben wir den Schwerpunkt gesetzt, die Schulhelferinnen und Schulhelfer und als nächste Berufsgruppe die Schulgesundheitskräfte auszubauen. Angesichts der immer noch sehr hohen psychosozialen Belastungen dieser jungen Generation nach drei Jahren Coronafolgen halten wir es für enorm wichtig, die Themen „mentale und körperliche Gesundheit“ an unseren Schulen zu stärken. Sie sehen, wir haben in Berlin übrigens auch im bundesweiten Vergleich große Schritte hinter uns, was die Multiprofessionalität an unseren Schulen angeht. Aufgrund meiner begrenzten Redezeit kann ich hier nicht auf jeden der Punkte des Antrags der Grünen-Fraktion eingehen. Dazu haben wir dann im Ausschuss noch mehr Raum. Aber viele Forderungen sind tatsächlich bereits umgesetzt, in Arbeit oder in der Prüfung. Sie stellen mit dem Antrag schon den Anspruch, hier ein ganzheitliches und vollständiges Konzept vorzulegen. An dieser Stelle halte ich Ihre Messlatte dann doch etwas für zu hoch angesetzt. Ein fertiges Konzept ist das noch nicht, aber es ist eine gute Grundlage für weitere Fachgespräche. Denn wo ich Ihnen recht gebe: Wir brauchen von der Senatsbildungsverwaltung umfassendere konzeptionelle Arbeit daran, wie konkret die multiprofessionellen Teams an Schulen strukturell, qualitativ und auch im Rahmen begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen weiter bedarfsgerecht ausgebaut werden können. Wir als SPD-Fraktion liefern gerne unseren Beitrag dazu. Aber da haben wir gemeinsam noch einige Schritte vor uns. – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD und der CDU]

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