parlament-berlin.de ↗

Mirjam Golm

SPD 29.06.2023 Sitzungen 19/33

Nein! – Immer mehr Menschen, vor allem auch jüngere Menschen, sprechen von sich aus in einer geschlechtergerechten Sprache. [Marc Vallendar (AfD): Studien sagen das Gegenteil!] Und was ist das nicht für ein großartiger Fortschritt – – [Zuruf von Gunnar Lindemann (AfD)] – Vielleicht hören Sie einfach mal zu. Unerhört! – Und was ist das doch für ein großartiger Fortschritt, dass in dieser inklusiven Sprache so viel mehr Personen plötzlich einfach sichtbar werden. Und da sprechen Sie von Sprachdiktatur! Die eigentliche Sprachdiktatur ist doch, den Mitarbeiter:innen unserer Berliner Verwaltung vorschreiben zu wollen, keine inklusive Sprache zu benutzen. Denn das, was die AfD in ihrem Kampf gegen das Gendern eigentlich erreichen will, ist, die emanzipatorischen Erfolge der letzten Jahrhunderte umzukehren und dann wieder: ab in die gute, alte, bequeme Zeit des Patriarchats! [Beifall bei der SPD und der LINKEN – Vereinzelter Beifall bei den GRÜNEN] Und noch eine letzte Bemerkung zum Antrag: Selbst der Rat für deutsche Rechtschreibung, auf den Sie sich hier in Ihrem Antrag beziehen, stellt, wenn man sich die Mühe gemacht hätte, den ganzen Text zu lesen, und ihn vielleicht verstanden hätte, voran, dass allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden sollte, und er benennt dies als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Also, an die Kolleg:innen, die das verstehen: Los geht es! – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD, den GRÜNEN und der LINKEN – Vereinzelter Beifall bei der CDU]

Alle Reden von Mirjam Golm Protokoll ↗