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Mirjam Golm

SPD 29.06.2023 Sitzungen 19/33

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist eine Tatsache, dass sich Sprache verändert, und das schon seit Jahrhunderten. Sprache ist lebendig und wird geprägt von den jeweiligen gesellschaftlichen Umständen. Sie entwickelt sich ständig weiter, und es wäre doch völlig unverständlich, warum wir einen so natürlichen Prozess hier, 2023, von der Politik stoppen sollten. [Frank-Christian Hansel (AfD): Weil der nicht natürlich ist!] Wir wissen natürlich: Die AfD bekämpft eine inklusive Sprache, die auch Frauen und divers einschließt, und beruft sich dabei auf den Bürgerwillen, sieht gar eine Gefahr darin, eine Sprache zu benutzen, die mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung mit einschließen will. Dazu kann man gar nichts mehr sagen. Sprache ist Macht. Sie formt unsere Wirklichkeit. Das generische Maskulinum erzeugt männliche Bilder, wie wir alle wissen. [Zuruf von Frank-Christian Hansel (AfD)] Bei dem Professor denken wir an den älteren, weißen Mann mit grauen Haaren. [Zuruf von Frank-Christian Hansel (AfD)] Wer also das generische Maskulinum mit seiner Sprache benutzt, erzeugt ein sehr eingeschränktes und unvollständiges Bild unserer Bevölkerung und kann sie nicht annähernd so in ihrer Diversität abbilden, wie sie heute existiert und auch Gott sei Dank hier sein kann und darf.

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