Vasili Franco
Nein, vielen Dank! – Daran arbeiten wir übrigens, auch nicht ohne Erfolge. Wir investieren in neue Stützpunkte, in integrierte Gesundheitszentren. Wir nehmen 570 Millionen Euro für die Berliner Krankenhäuser in die Hand. Der Berliner Rettungsdienst hat sich in den letzten Jahren qualitativ bundesweit vom Schlusslicht zum Musterschüler entwickelt. Auch die Berliner KV übernimmt mittlerweile fünfmal so viele Einsätze wie in anderen Bundesländern. Wir stellen hier die Weichen für die Zukunft. Aber natürlich steht noch einiges ins Haus. Für den Rettungsdienst braucht es eine echte Personaloffensive. Das wird nicht ohne eine eigene Laufbahn Rettungsdienst klappen; die Aufstiegschancen gibt es in der Behörde nur als Feuerwehrmann. Wir müssen den Rettungsdienst als Gesundheitsberuf verstehen, und wir müssen die Potenziale nutzen. Auch eine Frauenquote von unter 3 Prozent bei der Berliner Feuerwehr ist im 21. Jahrhundert nicht das Ziel, das wir uns eigentlich setzen. [Zuruf von Karsten Woldeit (AfD)] Unser Anspruch muss sein, die Belastungen von Rettungsdienst und Rettungsstellen zu senken, Qualität und Versorgung zu sichern, aber genauso das Versprechen: Wir lassen niemanden zurück. Wer die 112 ruft, muss sich darauf verlassen können, dass Hilfe kommt. Dabei hilft es wenig, den Menschen zu erzählen, dass sie doch keine Notfälle seien, [Zuruf von Marc Vallendar (AfD)] wenn wir es nicht schaffen, ihnen die Fähigkeiten an die Hand zu geben, sich auch selbst helfen zu können. Wir können diese Aufgabe bewältigen, dessen bin ich mir sicher, wenn wir alle Akteurinnen und Akteure im Gesundheitssystem besser miteinander verzahnen. Ich sage es mal so: Mehr Miteinander wagen. Das wäre ein guter Vorsatz. Fangen wir doch spätestens ab Sonntag bitte damit an. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN und der LINKEN – Vereinzelter Beifall bei der SPD]
