Steffen Zillich
Na ja. [Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN] Man ist immer so hin- und hergerissen, ob man durch eine eigene Reaktion auf diese Kurzintervention den Anschein einer Debatte hier tatsächlich noch wider besseres Wissen verstärken möchte, denn das ist es ja letztlich nicht, sondern Sie erzählen etwas in irgendwelche Kanäle und koppeln sich komplett ab von der Debatte, sonst würden Sie ja vielleicht an dem einen oder anderen Punkt ins Nachdenken kommen. Aber nur mal, um die größten Schnitzer herauszunehmen: Meinen Sie, die Aufkommensneutralität bei der Reform gilt in Bayern nicht? Meinen Sie, das Aufkommen wird bei einem anderen Modell in Bayern sinken? [Harald Laatsch (AfD): Davon ist ja gar nicht die Rede!] – Na doch, genau das haben Sie ja gerade behauptet: dass durch das andere Modell dort weniger Steuern eingenommen werden. Das ist aber großer Quatsch. Das ist eben ganz großer Quatsch, es stimmt nämlich in dieser Form nicht. Deswegen ist alles Mögliche, was Sie dazu erzählt haben, ein ziemlich großer Unsinn. Bei einem aber kann man sich sicher sein: Bei Menschen, die die Ideologie „geringe Staatsquote – arme Menschen“ sozusagen als einfache Ideologie vor sich hertragen, muss man alle warnen, die nicht von sich aus ein hohes Einkommen oder Vermögen haben: Eure Freunde sind das nicht, die so eine Idee von Staatsfinanzierung und Finanzierung von Gemeinwesen haben und so eine Kritik vortragen. [Beifall bei der LINKEN – Vereinzelter Beifall bei der SPD und den GRÜNEN]
