Mirjam Golm
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Am 25. November ist, wie jedes Jahr, Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag stellen wir immer wieder aufs Neue erschrocken fest, wie allgegenwärtig Gewalt an Frauen ist. Geschlechtsspezifische Gewalt fängt bei Alltagssexismus an und endet mit Femiziden. Diese Gewalt ist allgegenwärtig und fest in unseren patriarchalen Strukturen verankert. Die Zahlen sind besorgniserregend hoch, und auch, wenn Sie sie heute schon so oft gehört haben: In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder auch sexualisierter Gewalt betroffen. Das sind mehr als 12 Millionen Frauen. Alle 45 Minuten wird eine Frau in Deutschland durch ihren Partner körperlich verletzt. Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine Partnerin oder Expartnerin. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer der Gewalttaten noch viel höher ist und nur ein ganz geringer Teil überhaupt zur Anzeige kommt. Diese entsetzliche Männergewalt ist erschütternd. Deshalb müssen wir ständig an weiteren Angeboten arbeiten, um es Frauen zu ermöglichen, sich aus diesen Gewaltsituationen zu befreien. Das tun wir hier gerade. [Beifall bei der SPD, den GRÜNEN und der LINKEN]
