Tobias Schulze
Google hat explizit nach einem Standort für seinen Megarechnerpark gesucht, nicht für ein kleines Rechenzentrum, sondern für ein riesengroßes. [Sebastian Czaja (FDP): Fünf Hektar!] Die Frage, warum sie sich für Brandenburg entschieden haben, dürfte viele Faktoren haben, aber ganz bestimmt nicht die, dass Berlin nicht offen ist, solche Standorte in Gang zu bringen. Der Wirtschaftssenator und übrigens auch schon die letzte Wirtschaftssenatorin und auch schon die davor haben immer offen mit den Investoren darüber gesprochen. Wir wissen aber auch, es gibt die Subventionspolitik – davon sind Sie wahrscheinlich nicht so ein Freund, nehme ich an –, die da eine Rolle spielt. Es geht natürlich auch um weitere Fragen. Zum Beispiel: Liegt der Standort von Google direkt an der Autobahn. – Wir haben nicht so viele Standorte in dieser Größe, die direkt an der Autobahn liegen, [Felix Reifschneider (FDP): Schade!] was vielleicht für Google richtig ist. Insofern ist das ein Mix von Faktoren, die dazu geführt haben, dass Google sich anders entschieden hat, aber bestimmt nicht der fehlende politische Wille. Über alle anderen Fragen unterhalten wir uns dann gerne, wie es mit der Infrastruktur weitergehen soll. Ich wünsche mir aber auch, dass Sie zum Beispiel die Bedeutung des Fernwärmenetzes für die Nutzung von Abwärme erkennen und dass wir da bessere Chancen haben, das zu nutzen, wenn es in öffentlicher Hand ist, als wenn es in privater Hand ist. Da sind wir uns dann hoffentlich auch einig. – Danke! [Beifall bei der LINKEN – Sebastian Czaja (FDP): So viel Einigkeit gibt es nicht!]
