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Ulrike Gote

20.10.2022 Sitzungen 19/18

Es ist leider so, dass uns die Daten aus dem Berliner Abwassermonitoring noch nicht zur Verfügung stehen. Wir sind hier seit vielen Wochen in Verhandlungen mit den Wasserbetrieben. [Heiko Melzer (CDU): Wem gehören denn die Wasserbetriebe?] Das, was heute und vor ein paar Tagen in der Zeitung stand, entspricht nicht dem Sachstand, den wir hier tatsächlich in Berlin haben; das ist deutlich zu positiv dargestellt. Hinzu kommt, dass die Daten, wie wir sie in Berlin haben, leider noch nicht das erfüllen, was wir uns vom Abwassermonitoring erhoffen, nämlich, dass wir dichter dran sind am aktuellen Stand. Derzeit ist es noch so, dass die Auswertung der Daten fünf, sechs Tage dauert. Bis sie dann ausgewertet und nachberechnet sind, denn man muss diese Daten bearbeiten – das wäre jetzt ein bisschen kompliziert zu erklären –, man muss sie insofern glätten, das heißt, nicht schönen, sondern statistisch glätten, sind fünf bis sieben Tage vergangen. Insofern liefert uns das im Moment noch keine bessere Datenlage – oder würde uns liefern, wenn wir die Daten denn hätten, was die Situation nicht verbessert. Wir kommen aber, das kann ich sagen, und das ist die gute Nachricht, Stück für Stück voran. Wir sind jetzt so weit, dass wir demnächst die Daten bekommen werden. Wenn Sie das beobachtet haben: Auch im Pandemieradar der Bundesregierung, des RKI sind die Abwasserdaten angekündigt worden und seit ein oder zwei Wochen tatsächlich auch drin. Aber auch diese Daten sind noch nicht so, dass wir Prognosen ableiten können. Zum Beispiel im Pandemieradar beim RKI können wir ablesen, dass bei weit über der Hälfte der Messstellen, die dort einfließen, die Tendenz der nachgewiesenen Covidparameter steigend ist. Das ist schon einmal ein wichtiger Hinweis. Wir wissen das aber noch nicht auszuwerten, weil noch nicht klar ist: Sind die Daten wirklich repräsentativ? Ist dieser Trend verlässlich? – Hier sind wir bundesweit noch nicht ganz so weit, wie wir uns das gewünscht hätten. Ich sage aber auch ganz klar: Es ist mein Bestreben, dass wir in Zukunft, und zwar in naher Zukunft hier ein Gesamtbild bekommen für Berlin, das uns deutlich näher an die Lage bringt. Das wird auch so kommen. Lange dauert es hoffentlich nicht mehr. Dass wir in Zukunft die Abwasseruntersuchungen auch für andere Krankheitserreger und andere Lagen in Berlin und zum Teil auch in Brandenburg nutzen können, daran arbeiten wir sehr intensiv.

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