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Marcel Hopp

SPD 06.10.2022 Sitzungen 19/17

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe CDU-Fraktion! Als Lehrer versuche ich ja grundsätzlich, und damit auch bei Ihnen, keine Defizite zu sehen, sondern ausschließlich Potenziale. [Beifall – Heiterkeit] Ich weiß dadurch ja auch: Kein Lernprozess ohne Redundanz. Insofern freue ich mich für Sie, dass wir Ihren Antrag, den wir hier bereits im Januar beraten und koalitionsseitig abgelehnt haben, nun ein weiteres Mal besprechen. Ich hoffe, Sie verstehen danach, warum Ihr inhaltlicher Ansatz mit diesem Antrag auch beim zweiten Mal nicht überzeugt und heute endgültig von der Koalition abgelehnt wird. Ihre Forderung ist, dass die Berliner Schulen die Mittel des Förderprogramms „Stark trotz Corona“ selbstständig ohne die zentrale Datenbank EUREKA administrieren können, und, wie das letzte Mal schon gesagt: Das klingt auf den ersten Blick für den Laien super, aber tatsächlich bürden Sie den Schulen und Schulaufsichten mit Ihrem Vorschlag mehr und nicht weniger Bürokratie auf. Und – und das wäre viel schlimmer – Sie würden mit Ihrem Vorschlag dafür sorgen, dass effektiv weniger Mittel zur Förderung und für psychosoziale Unterstützung von Schülerinnen und Schülern ankommen. Mindestens 10 Prozent der Mittel würden damit durch zusätzliche Verwaltungskosten verloren gehen. Die wichtigste Erkenntnis, von der ich eigentlich gehofft habe, dass Sie sie in den letzten neun Monaten und spätestens mit unserer Ablehnung im Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie gewinnen, ist: die Mittel des Förderprogramms „Stark trotz Corona“ sind nicht unsere alleinigen Landesmittel, sondern sie kommen vom Bund-Länder-Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“.

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