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Marcel Hopp

SPD 22.09.2022 Sitzungen 19/16

Nein, danke! Die hat ja schon ausgeführt. – Auch in der Senatsverwaltung arbeiten die abgeordneten Lehrkräfte an wichtigen Themen der Qualitätsentwicklung. Nur beispielhaft zu nennen ist hier die Arbeit in den Bereichen Willkommensklassen, Digitalisierung, Gemeinschaftsschulen, Berufsbildung, Inklusion, Mehrsprachigkeit usw. Auch hier sind die Perspektiven von Lehrkräften unerlässlich. Als Koalition sagen wir außerdem klar: Wir stärken gerade in diesen Zeiten der Pandemie, der großen psychosozialen Belastung von Kindern und Jugendlichen unsere Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentren. Genau hier leisten die Lehrkräfte eine unbeschreiblich wichtige Arbeit, bei der große Personalrücknahmen fatale Auswirkungen auf unsere Schülerinnen und Schüler hätten. Sie sehen also, so einfach wie Sie sich das in der Begründung Ihres Antrags machen, nämlich 800 Lehrkräfteabordnungen für 850 offene Lehrkräftestellen eins zu eins rückgängig zu machen, funktioniert nicht. Das ist unseriös und reiht sich in die Schaufensteranträge ein, die Sie bisher im Bildungsbereich gestellt haben, liebe CDU. [Beifall bei der SPD – Vereinzelter Beifall bei den GRÜNEN] Ja, wir müssen uns jede Abordnung kritisch anschauen, ob sie aktuell wirklich notwendig ist, und so behutsam reduzieren. Das passiert, wie gesagt, bereits, aber wir können nicht einfach von heute auf morgen die Mehrheit zurückholen. Das hätte gravierende Folgen für unsere Schulen. Den Lehrkräftemangel lösen wir eben nicht mit einer Einzelmaßnahme, wie Sie es vorschlagen; wir müssen an vielen Stellschrauben drehen. Es gibt hier einige Vorschläge zu kurzfristigen Maßnahmen, die aktuell am Runden Tisch Lehrkräfteversorgung diskutiert werden. Darüber hinaus bauen wir mit diesem Doppelhaushalt multiprofessionelle Teams aus, auch, um Lehrkräfte zu entlasten. Wir werden im nächsten Jahr verbeamten, was die Attraktivität Berlins als Arbeitgeber stärken wird. 2023 werden die Hochschulverträge geschlossen, und auch hier werden wir die Lehramtsplätze erhöhen. Und Berlin wird nächstes Jahr den KMK-Vorsitz übernehmen, und Senatorin Busse hat bereits angekündigt, dass sie die Lehrkräfteausbildung als oberste Priorität anmelden wird, weil – und das ist auch eine wichtige Perspektive – der bundesweite Lehrkräftemangel nur im Schulterschluss mit den anderen Bundesländern gelöst werden wird. Das alles sind Maßnahmen, mit denen wir schrittweise die Lehrkräftelücke verkleinern werden. Deswegen, liebe CDU, zum Schluss wirklich der Ratschlag: Machen Sie gerne eigene, qualitative Vorschläge, und lassen Sie uns darüber sprechen, aber hören Sie auf, zur eigenen Profilierung mit viel Tamtam das zu fordern, woran wir schon längst arbeiten. – Danke schön! [Beifall bei der SPD, den GRÜNEN und der LINKEN – Torsten Schneider (SPD): Bravo! – Benedikt Lux (GRÜNE): Träumer!]

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