Ulrike Gote
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Frau Suka! Es ist für mich als Gesundheitssenatorin sehr gut und beruhigend zu sehen, dass die Bedeutung der Steigerung der Ausbildungskapazitäten für die Gesundheitsberufe, für die Pflege hier in dieser Stadt, in unserem Land Berlin, von allen, die in diesem Bereich Verantwortung tragen, sehr genau gesehen und hoch priorisiert wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass zum Beispiel auch die privaten und freigemeinnützigen Träger ihre Ausbildungskapazitäten sukzessive steigern. Es ist vor diesem Hintergrund sicherlich richtig und wegweisend gewesen, dass Charité und Vivantes ihre Ausbildungsstätten im gemeinsamen Bildungscampus schon organisatorisch zusammengelegt haben und dass sich diese Regierungskoalition in den Richtlinien zur Regierungspolitik auch darauf verpflichtet hat, den geplanten Ausbildungscampus schnell und zügig an den Start zu bringen, um hier wirklich für die Zukunft auch gewappnet und gut aufgestellt zu sein. Die jetzt entstandene Diskussion um den Standort Wenckebach ist in meinen Augen als Alternative zu dem bisher ins Auge gefassten Standort in Spandau eine sehr gute Option, die wir uns sehr gerne anschauen, wo ich denke, dass sie am Ende auch Erfolg haben könnte. Ich habe in den vergangenen Wochen einige Gespräche dazu geführt, und habe bei allen, die in diesem Bereich mitziehen müssen, eine sehr große Offenheit für diesen Vorschlag erleben dürfen. Dieser Standort hätte tatsächlich einige Vorteile, vor allen Dingen auch den, dass wir wahrscheinlich schneller in die Umsetzung kommen. Wir können dort wahrscheinlich nicht alle Ausbildungsplätze in der Kapazität, wie sie bisher gedacht war, unterbringen, aber doch einen sehr großen Teil, wäre auch verkehrsgünstig gelegen. Insofern bin ich sehr froh, dass wir diese Option tatsächlich zügig prüfen und mit allen, die da mitziehen müssen, diskutieren können. Lassen Sie mich vielleicht noch ein Wort sagen, auch in Abstimmung mit dem Finanzsenator zu dem bisherigen Standort in Spandau: Wenn hier eine Alternative ins Auge gefasst wird, heißt das nicht gleichzeitig, dass die Anstrengung des Landes Berlin, den Standort Spandau für das Land und eine weitere Entwicklung zu sichern, damit ad acta gelegt werden, ganz im Gegenteil. Ich denke, es ist auch im Sinne der Finanzverwaltung, dass hier sicherlich eine bedarfsgerechte, sachgerechte Verwendung gemeinsam mit dem Bezirk gefunden werden kann.
