Claudia Engelmann
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Liebe Gäste auf der Tribüne! Meine beiden Schülerpraktikanten sitzen gerade dort. Liebe Abgeordnete! Aus linker Sicht werden wir mit dem vorliegenden Beschluss bereits im ersten Sporthaushalt der rot-grün-roten Koalition wichtige Vereinbarungen des Koalitionsvertrages einlösen. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben, allen voran dem Sport- und dem Landessportbund! Die Fördervereinbarung mit dem Sport hat sich bewährt und wird mit diesem Haushalt finanziell weiter gestärkt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist dies nötig und gerechtfertigt. Für uns ist wichtig: Wiederum hat der Sport schnell Verantwortung übernommen, als die Geflüchteten aus der Ukraine in unsere Stadt kamen. Das unterstützen wir, indem wir die Mittel für integrative Angebote deutlich erhöhen. Danke für diese Unterstützung, auf die wir uns auch aus der Politik immer wieder verlassen können! [Beifall bei der LINKEN, der SPD und den GRÜNEN] Wir haben als Koalition versprochen, dem Sport bei der Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen zu helfen und die Wiederaufbauarbeit zu unterstützen. Das halten wir: Mit über 7 Millionen Euro steht der Rettungsschirm auch für 2022 weiter zur Verfügung. Die Aufbauarbeit unterstützen wir auch durch zusätzliche Mittel für Übungsleiterinnen und -leiter, Trainerinnen und Trainer im Kinder-, Jugend- und im Spitzensport. Wir entlasten das Ehrenamt durch weitere hauptamtliche Stellen und Mittel für die Digitalisierung. Ganz wichtig auch bei der Bewältigung der Coronafolgen sind für uns der flächendeckende Aufbau von Schwimmzentren in allen Bezirken und mehr Intensivschwimmkurse in den Ferien. Das sichern wir vor allem im Einzelplan 10 finanziell ab. Mit zusätzlichen investiven Mitteln für die Berliner Bäder sollen dafür auch die nötigen Wasserflächen und Zeiten bereitgestellt werden, damit möglichst viele Kinder frühzeitig das Schwimmen lernen. Wir fördern den Beitrag des Sports für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt durch die Einrichtung einer unabhängigen Beratungsstelle gegen Gewalt und Diskriminierung. Dieser Haushalt setzt sportpolitisch wichtige Akzente, doch es bleibt noch viel zu tun. Das betrifft zum Beispiel die Sportinfrastruktur, Sanierung und Neubau im Land und in den Bezirken. Beim Jahn-Sportpark sind wir einen Schritt weiter; die Finanzierung aller drei Bauabschnitte allerdings wird eine große Herausforderung für die nächsten Haushaltsberatungen. Das gilt auch für die Neubauvorhaben der Bäder-Betriebe. Mariendorf ist für uns Linke nicht vom Tisch und auch nicht der Neubau eines Bades in Marzahn-Hellersdorf. [Beifall bei der LINKEN] Es laufen gerade die nationalen Wettbewerbe der Special Olympics, quasi auch als Testlauf für die internationalen Spiele im nächsten Jahr. Mit diesem Haushalt sichern wir dieses große Sportereignis finanziell ab, weil es uns nicht nur im Sport voranbringt. Wir setzen hier Maßstäbe, die generell für uns gelten sollten, wenn wir darüber entscheiden, ob und welche Sportgroßveranstaltungen wir in unsere Stadt holen oder eben auch nicht. Auch über diese Kriterien müssen wir weiter diskutieren, auch aus ökologischen und klimapolitischen Gründen. Es bleibt viel zu tun. – Vielen Dank! [Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN – Beifall von Torsten Schneider (SPD)]
