Dennis Buchner
Hier antwortet der Kultursenator. – Bitte, Herr Dr. Lederer! Bürgermeister Dr. Klaus Lederer (Senatsverwaltung für Kultur und Europa): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Dr. Schmidt! Mal vorweg: Die Bilanz, kann man sagen, sieht positiv aus. Mal ein paar Kennziffern: Rund 155 000 Besucherinnen und Besucher trotz begrenzter Kapazitäten hatten wir im Jahr 2021 an den eintrittsfreien Museumssonntagen. Im März 2022 konnten rund 35 000 Besucherinnen und Besucher empfangen werden. Die im Buchungssystem der Museen angebotenen Plätze waren stets restlos ausgebucht. Es werden immer noch welche für spontane Besucherinnen und Besucher freigehalten, die einfach zu den Standorten gehen. Aber die Plätze sind gänzlich ausgebucht worden. Ich hatte selbst das Vergnügen, am Wochenende mal im Brücke-Museum und im Kunsthaus Dahlem zu schauen. Es waren zwei Ausstellungseröffnungen, die ich auch an Nichtmuseumssonntagen herzlich empfehlen kann. Da war richtig was los. Um mal einen Vergleich zu haben: Die Berlinische Galerie hatte am vergangenen Sonntag insgesamt 1 270 Besucherinnen und Besucher, am regulären Sonntag im März davor, also am 27. März, waren es 415. Das Technikmuseum konnte an mehreren Museumssonntagen über 4 000 Besucherinnen und Besucher begrüßen, das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf – das ist eher eine kleine Einrichtung, kennen Sie ja gut – im Februar, März 2022 jeweils über 200 Besucherinnen und Besucher. Wir haben ja das Institut für kulturelle Teilhabeforschung gegründet, um darüber Daten zu erheben. Es gibt jetzt auch erste Bilanzen zur Frage, welche Menschen dort kommen. Man muss an dieser Stelle wahrscheinlich eines sagen: Wegen Corona konnte dieses Ereignis sicherlich sein volles Potenzial noch nicht entfalten. Man kann zum Beispiel davon ausgehen, dass sich Angehörige älterer Bevölkerungsgruppen, vulnerabler Gruppen dann doch eher überlegen: Gehe ich in einer solchen Hochinzidenzsituation ins Museum? – Aber da werden wir schauen. Und wir haben jetzt auch vor, diesen Museumssonntag zu verstetigen. Ich bin also zuversichtlich, dass wir dann auch fortlaufend noch Informationen darüber bekommen, wie das Angebot von anderen Bevölkerungsgruppen angenommen wird, die vielleicht jetzt noch nicht in Scharen strömen.
