Florian Kluckert
Vielen Dank, Herr Lux, dass Sie mir die Gelegenheit geben, öffentlich darzustellen, wie das damals war. Es war so, dass Sie eine Aktuelle Stunde angemeldet hatten „Coronavirus: Berlin ist vorbereitet“. Berlin war überhaupt nicht vorbereitet. Berlin hat damals 20 Coronainfizierte bekommen und eine Baracke in einem Krankenhaus hergerichtet, wo sich die infizierten Menschen auf dem Flur begegnet sind. [Zuruf von Benedikt Lux (GRÜNE)] Da wurden Duschcontainer im Freien aufgestellt, wo man gemeinsam duschen gegangen ist. Das haben Sie als „gut vorbereitet“ bezeichnet. Und das habe ich damals kritisiert und habe in dem Zusammenhang noch andere Themen angeführt, Herr Lux, die genauso wichtig gewesen wären, um das Gesundheitssystem zu verbessern und die natürlich mit dem, was wir heute haben, mit Corona im Zusammenhang stehen. Hätten Sie sich damals Gedanken darüber gemacht, dass Personal aus den landeseigenen Krankenhäusern abwandert, dann hätten wir die Leute heute noch auf den Intensivstationen und nicht solche Probleme. Tun Sie also nicht so, als hätte ich da etwas verharmlost. [Beifall bei der FDP – Zurufe von den GRÜNEN] Kommen wir doch gleich zu den Intensivstationen und machen da weiter. Damals sind die Berlinerinnen und Berliner in den Lockdown gegangen, weil Sie Ihnen als Politik etwas versprochen haben. Sie haben ihnen versprochen, dass sie alles tun werden, um das Gesundheitssystem hochzufahren. 300 von insgesamt 1 300 Intensivbetten hat Rot-Rot-Grün abgebaut. Wir haben jetzt weniger Intensivbetten als vor einem Jahr. Deswegen kommt es zu Engpässen auf den Intensivstationen. [Zuruf von Lars Düsterhöft (SPD)] Machen Sie da erst einmal Ihre Hausaufgaben, bevor Sie den Berlinerinnen und Berlinern irgendwelche Vorwürfe machen. [Beifall bei der FDP]
