Dilek Kalayci
Dass das Impfen in der Winterzeit für unser Gesundheitssystem eine Herausforderung darstellt, da es sehr beansprucht wird – es sind nicht nur die Kinder- und Jugendärzte, sondern die Arztpraxen insgesamt, aber auch die Impfzentren, die auf Hochtouren arbeiten; unsere mobilen Teams sind nach wie vor unterwegs –, ist unbenommen, deswegen war es von der Bundesebene richtig und wichtig, bei der Vergütung etwas zu verändern. Ich weiß nicht, ob Sie es registriert haben, aber ich habe gestern gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung, mit dem Hausärzteverband eine Pressemitteilung herausgegeben. Wir stecken die Köpfe zusammen [Stefan Förster (FDP): Abstand, Abstand!] und sagen: Ja, wir sind in Berlin schon gut, aber wir müssen diese schwere Winterzeit mit noch mehr Impfanstrengungen bewältigen. – Das ist ein Kraftakt; die Situation ist allen bekannt. Auch das Personal in den Arztpraxen ist bereits über viele Monate sehr stark beansprucht, auch diese Kräfte arbeiten am Limit. Wir haben die Pressemitteilung gestern gemeinsam herausgeschickt, weil wir das Signal setzen wollen: Wir lassen nicht nach. Wir wissen, es ist schwer. – Sowohl der Hausärzteverband als auch die KV haben die richtigen Worte gefunden, auf dass alle Kräfte, die da sind, mobilisiert werden, um die Impfanforderungen über den Winter gemeinsam zu meistern. Das ist übrigens unsere einzige Chance, geballt vorzugehen: der niedergelassene Bereich – obwohl die Situation angestrengt ist –, aber auch das Land Berlin. Ich möchte an dieser Stelle unterstreichen, dass sich viele Länder aus den Länderstrukturen verabschiedet haben. Berlin war eines der wenigen Länder, die noch Impfzentren beibehalten haben. Unsere mobilen Teams sind sofort los, als der GMK-Beschluss kam, um die Auffrischungsimpfungen in den Pflegeheimen vorzunehmen. Die Anforderungen sind sehr hoch, aber ich bin zuversichtlich, so wie bisher auch, dass wir sie mit geballten Kräften im Winter meistern werden. Zumindest der Senat tut alles dafür.
