Sandra Scheeres
Frau Präsidentin! Ich habe fünf Minuten Redezeit, habe ich gehört, und ich versuche, das einzuhalten. Zum einen: Wir testen flächendeckend dreimal die Woche, und es ist in mehreren Redebeiträgen schon angesprochen worden, dass wir so eine Transparenz hinsichtlich der Positivfälle an Schulen haben. Das hat damit zu tun, dass wir so intensiv testen. Es gibt keinen Bereich, der so durchgeregelt ist – Musterhygienepläne in den Schulen –, und die Schulen halten sich an die Regeln: Lüftungskonzepte, Händewaschen, Körperhygiene, Raumhygiene. Über 12 000 Luftfilter! Damit sind wir übrigens vorne. Herr Wegner hatte das Thema auch angesprochen. Alle Tranchen sind übrigens ausgeschrieben. Es gibt Bundesländer, die kaum Lüftungsgeräte haben, und wir haben seit Monaten in den Räumlichkeiten, die nicht gut zu durchlüften sind, die Filter stehen. Es ist zentral, dass wir die vor Ort haben. Wie gesagt, es finden Tests statt, und ich finde es nicht gut, dass Sie suggerieren, es würde in den Schulen nichts stattfinden. Ich würde mir wünschen, dass in anderen Bereichen genauso vorgegangen wird, genauso intensiv getestet wird und man sich genauso an die Regeln hält. Ich habe mich sehr gefreut, dass in der einen oder anderen Rede in der Aktuellen Stunde genau dieses Thema angesprochen wurde, dass nämlich die Erwachsenen wichtig sind. Es ist wichtig, dass sie sich impfen lassen und sich an die Regeln halten. Wenn sie das nicht tun, geht das auf Kosten von Kindern und Jugendlichen. [Beifall bei der SPD – Vereinzelter Beifall bei der CDU] Das, was wir erlebt haben, dass Schulen geschlossen waren, wir im Teilungsunterricht waren oder die Präsenzpflicht ausgesetzt haben, hat solche immensen Auswirkungen für Kinder und Jugendliche. Ich betone: Auch für Jugendliche! Oftmals wurde gesagt, dass das ja nur ein Problem für die Kleinen ist, aber nein, es ist auch ein Problem für Jugendliche gewesen. Depression, soziale Probleme, Suchtprobleme, Spielsucht, all diese Dinge! Wenn Sie mit Lehrkräften reden, erfahren Sie, dass das dauern wird, bis die Kinder wieder in ihren Rhythmus finden, wieder stabil sind, selbstbewusst sind und bis sie Lernlücken geschlossen haben. Deswegen ist es richtig, dass wir die Programme haben – „Stark trotz Corona“ –, diese umsetzen, auf den sozialen Bereich einen Schwerpunkt legen, aber auch auf das Schließen von Lernlücken und dass wir den Musterhygieneplan umsetzen, denn mein Ziel ist, dass die Schulen offenbleiben und dass Präsenz stattfindet. [Vereinzelter Beifall bei der SPD] So etwas wie Schließungen können wir den Kindern nicht mehr antun. – Vielen Dank! [Beifall bei der SPD – Beifall von Roman Simon (CDU) und Kurt Wansner (CDU)]
