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Kai Wegner

CDU 18.11.2021 Sitzungen 19/2

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, Corona rast durch unsere Stadt, durch unser Land und das mit aller Macht, und gerade jetzt gibt es in Berlin unzählige Menschen, die Tag für Tag wieder einmal über sich hinauswachsen – die Fachkräfte in den Kliniken und Arztpraxen, das Pflegepersonal, die Lehrerinnen und Lehrer, die Kitakräfte, die Eltern und die Familien. Diese Coronahelden leisten einmal mehr einen aufopferungsvollen Dienst für unsere Gemeinschaft, für unsere Gesellschaft, und dafür gebührt ihnen unser aller Dank. [Allgemeiner Beifall] Die Lage ist ernst. Wir erleben eine nie dagewesene Inzidenz, und die Situation in den Intensivabteilungen verschärft sich von Tag zu Tag. Gerade deshalb muss uns der Personalrückgang im Pflegebereich große Sorgen machen. Allein bei Vivantes stehen 20 Prozent weniger Intensivbetten zur Verfügung als noch vor einem Jahr. [Karsten Woldeit (AfD): Aha! – Marc Vallendar (AfD): Hört, hört!] Applaus vom Balkon reicht eben nicht aus. [Allgemeiner Beifall] Die Bedürfnisse der Beschäftigten hätten viel früher berücksichtigt werden müssen, und ich glaube, dass es eine wichtige Aufgabe in dieser Legislaturperiode sein wird, die Arbeitsbedingungen in der Pflege und in den Gesundheitsberufen umfassend zu verbessern und Fachkräfte zu gewinnen. [Allgemeiner Beifall] Ganz allgemein, Herr Regierender Bürgermeister, ist beim Coronamanagement des Senats, vorsichtig gesagt, gerade in den ersten Wellen nicht alles optimal gelaufen. Angesichts einer vierten Pandemiewelle, die mit ungeahnter Kraft über uns hereinbricht, muss jetzt allen klar sein, dass sich Berlin keinen Streit, Sonderwege oder Wankelmut erneut leisten kann.

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