Ferdinand Mang
Sehr geehrte Frau Kollegin, Sie haben wieder einmal die Kosten angesprochen und behauptet, die Stiftung sei auf Dauer nicht finanzierbar. Die Idee ist, dass die Kosten durch die Gebühren langfristig und dauerhaft gedeckt werden, sobald sich das Siegel durchgesetzt hat und genügend Unternehmen mitmachen. Auch wenn die Stiftung Warentest bereits existiert, prüft diese zum Beispiel meines Wissens nach nicht die geplante Obsoleszenz. Wenn sich deren Strukturen nutzen lassen, ist das natürlich eine schöne Sache. Dafür bin ich vollkommen offen. Ich habe zudem auf das Gegenargument gewartet, dass ein Produkt zwingend teurer sein müsse, wenn man es langlebig herstellt. Das ist nicht bei allen Produkten der Fall; denn bei vielen Produkten, bei denen geplante Obsoleszenz verwendet wird, bräuchte es nur eine andere Platzierung des Chips oder einen Ersatz durch einen genauso teuren oder kaum teureren Chip, damit das gesamte Gerät dauerhaft langlebig wird. Langlebigkeit und ein günstiger Preis müssen sich also nicht ausschließen. Das wollte ich an dieser Stelle nur anmerken.
