Gabriele Triebel
Lieber Kollege Björn Jungbauer, nach deiner Logik müssten die Eltern in Estland Spitzeneltern sein, weil diese ab 18 Uhr – so lange sind die Schüler dort in der Schule – mit ihren Kindern ganz viel lesen würden. Das heißt also, die Eltern seien dafür verantwortlich, dass Estland in der PISA-Studie ganz weit vorne ist. Das kann ich so überhaupt nicht unterstreichen. Sie wollen wieder nur die Verantwortung an die Eltern abschieben. Ich habe keinerlei Verantwortungsübernahme für die PISA-Ergebnisse in Bayern von dir gehört. Kein einziges Wort. Ich möchte dich noch einmal fragen: Was wollt ihr strukturell ändern, damit wirklich jedes Kind in Bayern, egal wo und in welcher Klasse es ist, die gleiche Förderung durch FiLBY und andere Programme erhält? Wie wollt ihr das strukturell und institutionell verankern? (Dr. Martin Brunnhuber (FREIE WÄHLER): Das ist es bereits!) Nur dann besteht nämlich Chancengerechtigkeit.
