Laura Weber
Sehr geehrtes Präsidium, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Da kann ich kurz nachhaken: Wenn man sich gut informiert, weiß man, es ist zum Beispiel als ein Grund ein brennender Traktor angeführt worden, der mit Löschschaum gelöscht wurde; das sind Möglichkeiten. Auch in verschiedenen Pestiziden sind Ewigkeitschemikalien enthalten, die flächendeckend auch in Deutschland und in Bayern ausgeteilt werden. Ganz bestimmt sind nicht die Windkraftanlagen ursächlich für die Nachweise. (Widerspruch bei der AfD) Mein Vorredner hat es schon betont: Auf Ihren Antrag bezogen: PFAS-Verseuchung und Infraschall, immer die gleiche Leier. Wir hatten beides im letzten Umweltausschuss wieder einmal; Infraschall kommt ständig wieder. Es geht Ihnen darum, Angst zu machen. Es ist Unkenntnis. Sogar Lügen werden verbreitet oder weiter und neu oder wieder erzählt und ohne jegliche Prüfung wiederholt. Das dient dem einzigen Ziel, die Windenergie, die Erneuerbaren insgesamt schlechtzureden, Abhängigkeiten weiter zu manifestieren und wichtige Zukunftstechnologien auszubremsen. Das ist umso schlimmer, als eben PFAS und die Ewigkeitschemikalien ein echtes Problem darstellen und wir uns darum kümmern müssen. PFAS sind fruchtbarkeitsschädigend. Sie sind mittlerweile überall nachzuweisen: im Wasser, im Boden, in der Luft, in unserem Blut, in unserem Hirn. Deswegen sprechen wir einmal über die Fakten: Nach aktuellem Stand der Forschung – ich wiederhole es noch einmal – gibt es keinen relevanten Eintrag von PFAS aufgrund von Windenergieanlagen in die Umwelt. Die Menge an Abrieb ist gering, und die gemessenen Bodenwerte liegen im Normbereich. Dazu gibt es auch verschiedene Untersuchungen. Fast eineinhalb Jahrzehnte wurde in der Schweiz zum Beispiel der Boden um Windenergieanlagen untersucht. Es ist in den 15 Jahren keinerlei Änderung nachweisbar gewesen. 55 Tonnen, so viel PFAS werden in Europa im gesamten Energiesektor emittiert. In der gesamten EU, also über alle Technologien und über alles hinweg, sind es eben diese 92.000 Tonnen. Es stammt also 1/1.363 des PFAS-Eintrags von Windenergieanlagen. Wenn man dann Reifenabrieb, Abfallentsorgung, Asphalt, Industrie, Textilien, Landwirtschaft und Löschschäume anschaut, frage ich mich schon: Wofür interessieren Sie sich eigentlich? (Zuruf von der AfD) Da komme ich wieder zum gleichen Schluss. Sie fordern Berichte ein und interessieren sich für nichts, außer eben Angstmache, Panikmache, Hetze und Verunglimpfung. Ihnen geht es um Stimmungsmache; denn sonst hätten Sie unseren zahlreichen Anträgen zum Beispiel auch im Umweltausschuss schon lange zustimmen können. (Andreas Winhart (AfD): Die waren sachlich falsch!) Sie haben jedem einzelnen nicht zugestimmt. Dann geht es noch um viel mehr, nämlich um die Energiewende. Windenergieanlagen stellen einen ganz wichtigen Bereich dar. Da muss man sehen, dass wir 80 Milliarden Euro jedes Jahr für fossile Energieträger ins Ausland überweisen, fast ohne Wertschöpfung vor Ort. Es geht um Unabhängigkeit. Es geht darum, dass auch Bürger und Bürgerinnen vor Ort davon profitieren, um weniger CO -Ausstoß usw. Außerdem geht es um den großen Bereich der GreenTech, die absolute Zukunftstechnologie auch hier in Bayern. Dazu gehören natürlich die Windkraft und viele andere Sachen wie zum Beispiel auch die Kreislaufwirtschaft. Fast das gesamte Windrad wird auch heute schon recycelt. (Widerspruch bei der AfD) – Vom Beton bis zum Getriebe kann alles recycelt werden. Bei den Rotorblättern gibt es Herausforderungen, (Zurufe von der AfD) gerade wegen des glasfaserverstärkten Kunststoffs usw. Genau da müssen wir Geld, müssen wir Forschung, müssen wir Innovation hineinstecken, damit daraus auch ein wirtschaftlicher Faktor entspringt. Wir lehnen Ihren Antrag ab. Er basiert auf Angst, Unkenntnis, Hetze und Unwahrheiten – typisch AfD. Deswegen ist das keine Frage. (Beifall bei den GRÜNEN sowie der Abgeordneten Anna Rasehorn (SPD)) Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Vielen Dank, Frau Kollegin Weber. Bitte bleiben Sie noch am Mikro. – Herr Meußgeier hat eine Zwischenbemerkung. Bitte sehr.
