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Christiane Feichtmeier

SPD 22.07.2026 Sitzungen 19/86

Sehr geehrter Herr Staatsminister, ich habe wirklich eine Bitte an Sie: Ich fahre fast täglich mit der Regionalbahn von Garmisch-Partenkirchen hier nach München. Das ist sicherlich nicht die Linie, auf der es zu Vorfällen kommt. Aber ich weiß nicht, wie oft am Tag ich höre, dass die Zugbegleiterinnen – wir haben fast nur weibliche Zugbegleiterinnen, selten, dass es einmal ein Mann ist, wenn ich mitfahre – echt um Hilfe bitten. Viele kennen mich noch von früher, als ich Polizistin war. Sie fragen dann wirklich, ob ich ihnen helfen kann, ob ich ihnen als Zeugin zur Verfügung stehe – nicht weil es zu körperlichen Attacken kommt, aber es kommt ständig zu Beleidigungen. Deswegen meine Frage: Wie werden denn die Züge ausgewählt, die offensichtlich problematisch sind und dann Doppelbesetzungen haben? Staatsminister Christian Bernreiter (Wohnen, Bau und Verkehr): Das sind natürlich Züge, die sehr stark genutzt werden, in denen ziemlich viele Menschen mitfahren, ganz besonders natürlich beim Oktoberfest oder wenn ein Fußballspiel stattfindet. Es sind schon ausgewählte Züge, die von Haus aus ausgestattet werden. Wir machen Pilotversuche. Ich sage aber nicht, wo und wann, weil es sonst kein Pilotversuch mehr ist. Wir haben das auch in der letzten BEG-Aufsichtsratssitzung letzte Woche beschlossen. Darum haben das die beiden Aufsichtsratsmitglieder, die vor mir gesprochen haben, auch angesprochen. Die Verkehrsunternehmen haben die Möglichkeit – es wird von uns nicht vorgeschrieben, wann sie es machen müssen –, selbst zu handeln. Sie können das auch unterschiedlich einsetzen. Dann werden halt einmal drei Züge nicht kontrolliert, in einem anderen fährt dann halt Doppel- oder Vierfachbestreifung mit. Alle Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister haben beschlossen, dass wir den Eisenbahnverkehrsunternehmen diese flexible Möglichkeit einräumen wollen.

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