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Marina Jakob

FREIE WÄHLER 07.07.2026 Sitzungen 19/84

Liebes Präsidium, liebe Kolleginnen und Kollegen! Was sind NGTs überhaupt? Diese Frage muss man sich immer wieder stellen. Was passiert hier eigentlich? Es ist eine Genschere, die einzelne Gene präzise verändert, die sie ausschaltet oder anpasst. Das ist das Gleiche wie bei der herkömmlichen Züchtung, nur einfach um Jahre schneller. Der Unterschied zur herkömmlichen Gentechnik ist, dass eben keine Gene von anderen Arten in diese Pflanze eingesetzt werden; bei den neuen NGTs gibt es kein fremdes Erbgut. Das macht für uns den ganz massiven Unterschied. Wir haben keine Zeit mehr, um zu warten, bis Pflanzenzüchtungen über Jahre Anpassungen erbringen, um sich an den Klimawandel anzupassen. Wir haben jetzt die Herausforderung: Wir haben Hitze, wir haben Trockenheit, wir haben Nässe. Wir müssen unsere Landwirte mit Pflanzen ausstatten, die sie auch weiterhin ein gutes Einkommen erwirtschaften lassen und die uns mit gesunden Lebensmitteln versorgen. Wir haben letzte Woche über den Klimawandel gesprochen, und wir haben über die Klimaanpassung gesprochen. Für mich gehört die Zulassung von NGTs ganz klar dazu. Mit NGTs kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Das ist unser aller Ansinnen: weniger Pflanzenschutzmitteleinsatz. Die Erträge der Pflanzen können stabilisiert werden. Sie haben den Bauernverband angesprochen, Kollegin Weber. Der Bauernverband hat sich nach ganz vielen Runden und wirklich intensivem Austausch ganz klar für die Neuen Genomischen Techniken ausgesprochen. Die Bauern wollen diese Chance nutzen, wie auch die bayerischen Regierungsfraktionen sie nutzen wollen; das ist gar keine Frage. Wir FREIEN WÄHLER sehen ein großes Problem in der Patentierung; das gebe ich ganz ehrlich zu. Darum hat auch unsere Europaabgeordnete Christine Singer dagegen gestimmt. Wir sagen ganz klar Ja zu den Chancen der NGTs, wir wollen sie nutzen, aber wir wollen darauf keine Patentierung. Das steht auch in unserem Antrag; das ist auch Konsens zwischen CSU und FREIEN WÄHLERN. Wir hätten es alle gern anders gehabt. Wir würden uns wünschen, dass die EU-Kommission hier einfach deutlich im Sinne unserer Landwirte und auch im Sinne unserer Züchter nachbessert. Wir wollen eben kein Monopol auf die Pflanzen haben, die unsere Ernährung zukünftig sichern werden. Wir haben eigentlich schon alles zu dem Thema gesagt; darum will ich es jetzt gar nicht unnötig in die Länge ziehen, sondern vielleicht noch einen Satz zum Schluss sagen: Wir wollen Bayern zukunftsfähig machen. Das machen wir natürlich mit Hightech, das machen wir mit KI und ganz vielen Wirtschaftsthemen, aber das machen wir auch, indem wir die Landwirtschaft unterstützen und ihr das Handwerkszeug zur Seite stellen, das sie braucht, um auch zukünftig in unserem Land zu wirtschaften. Da werden wir um die Neuen Genomischen Techniken einfach nicht herumkommen. Deswegen abschließend noch einmal ein ganz klares Ja zu NGTs und ein klares Nein zur Patentierung. Hier muss definitiv nachgebessert werden. (Beifall bei den FREIEN WÄHLERN und der CSU) Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Vielen Dank, Frau Kollegin Jakob. – Es gibt zwei Meldungen zu einer Zwischenbemerkung, die erste von Frau Kollegin Laura Weber, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

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