Markus Walbrunn
Es ist also mitnichten so, dass die Träger der bayerischen Erwachsenenbildung durch massiv schwankende Leistungen aus dem Staatshaushalt gefährdet wären, schon allein deswegen nicht, weil die Einnahmen des Bayerischen Volkshochschulverbands nur etwa zu 10 % aus staatlichen Fördermitteln bestehen. Ein wirkliches Defizit in der Erwachsenenbildung wird hier aus Sicht der AfD nicht adressiert. Defizite gibt es aber natürlich auch. Da müssten wir uns allerdings mit anderen Themen auseinandersetzen, zum Beispiel mit der Frage, warum die Programme der VHS & Co. offenbar für Männer weniger attraktiv sind – drei Viertel aller Kursteilnehmer sind nämlich weiblich –, oder wir müssten auch darüber reden, dass dem beruflichen Fortkommen gerade einmal kümmerliche 4,6 % aller VHS-Veranstaltungen gewidmet sind. Das ist viermal weniger als im Bereich politisch-gesellschaftlicher Bildung. Da stimmt der Mix aus unserer Sicht definitiv nicht. (Beifall bei der AfD) Ein bisschen weniger Haltung zeigen und dafür etwas mehr die Köpfe rauchen lassen für unseren wirtschaftlichen Erfolg – das wäre nicht nur gut für die Erwachsenenbildung, das wäre tatsächlich auch ganz gut für die Demokratie in unserem Land. Ich denke, dazu wird die AfD in Zukunft auch noch den einen oder anderen Antrag einbringen. Ihren Gesetzentwurf werden wir im Ausschuss jedenfalls kritisch-konstruktiv begleiten und freuen uns auf die Beratungen. – In diesem Sinne vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD)
