Matthias Vogler
Herr Kollege Siekmann, Sie verkennen das ein bisschen. Wir sind für alle Familien da. Das ist Punkt eins. Wir wollen aber nicht mit der überbordenden Regenbogensoße – wenn man so will – übergossen werden, weil das einfach viel zu viel ist. Das haben Sie einfach nicht verstanden. Das sieht man an Ihren Aufführungen, wenn Sie wie in Pfaffenhofen, wo Sie, glaube ich, aufgetreten sind, dafür kämpfen. Das ist schön und gut. Das wird aber einfach zu viel. Das Ganze ist den meisten Leuten zu viel. Deswegen herrscht bei vielen Leuten auch Ablehnung. Sie wollen das nicht haben; sie wollen nicht in Dauerbeschallung jeden Tag dieses Thema haben. Die Akzeptanz war früher wesentlich größer. Es ist nun einmal Fakt, dass viele Leute, die aus homophoben Kulturkreisen kommen, natürlich sehr viel mehr Probleme verursachen als – was wir auch verurteilen – die rechten Spinner. Übergriffe, egal gegen welche Gruppe – ob das Juden sind, Muslime sind oder Homosexuelle sind –, sind zu verurteilen. Das ist ganz klar. Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Ihre Redezeit ist zu Ende, Herr Vogler.
