Florian Köhler
Sehr geehrter Herr Vizepräsident, sehr geehrte Damen und Herren! Es reicht. Während die GRÜNEN hier noch immer ihren Weltuntergang herbeipredigen, baut die Welt bereits die Zukunft: kleine, modulare Reaktoren. In den USA baut TerraPower in Kemmerer, Wyoming, den Natriumreaktor mit 345 Megawatt. Die Baugenehmigung ist 2026 erteilt worden. Die Betriebsgenehmigung wird voraussichtlich 2028 erteilt. In Kanada entsteht der erste kommerzielle BWRX-300 in Darlington. In China steht der Linglong One vor dem Betrieb, und der HTR-PM, ein Kugelhaufenreaktor, läuft bereits kommerziell. Russland betreibt seit Jahren einen schwimmenden Prototyp, die Akademik Lomonossow. Bei uns dagegen werden funktionierende Kraftwerke nicht nur stillgelegt, sondern sogar gesprengt. Grüner Stillstand regiert unser Land. Die USA führen, China skaliert, Deutschland fällt zurück, weil eine verbohrte Kaste lieber den moralischen Zeigefinger hebt, als Industrie und Lichter am Laufen zu halten. (Beifall bei der AfD) Das ist Selbstzerstörung mit Ansage, wenn man bedenkt, dass Bayern einmal Stromexporteur war. Heute ist es Importeur. Der Bedarf explodiert. Rechenzentren, KI, Industrie, Handwerk und selbst die hochgelobte Elektromobilität brauchen verlässliche Grundlast. Keine Windräder bei Flaute, keine Solarpanele bei Nacht. Die "Neue Zürcher Zeitung" hat kürzlich mit vier Mythen der deutschen Energiewende aufgeräumt. Sie hat sie sprichwörtlich pulverisiert: Erstens. Wer Erneuerbare ausbaut, senkt die Kosten. – Das ist falsch. Die Systemkosten werden dabei konsequent ignoriert. Zweitens. Klimaschutz schafft Wohlstand. – Das stimmt, vor allem in China. Drittens. Deutschland geht voran, andere folgen. – Das denken die anderen Länder sicherlich nicht. Man schaue sich nur einmal die Abstimmung für den UN-Sicherheitsrat an. Da wurde der Schulmeister Deutschland schlicht und ergreifend nicht gewählt. Viertens. Erneuerbare machen unabhängig. – Das Gegenteil ist der Fall. Die totale Abhängigkeit von China besteht bereits, vor allem bei den Seltenen Erden. Kleine modulare Reaktoren liefern also genau das, was Bayern braucht: sicheren, wetterunabhängigen Strom und Wärme, unabhängig von Putin, Xi Jinping und grünen Fantasien. (Martin Stümpfig (GRÜNE): Woher kriegen Sie den Brennstoff?) – Kanada. – Das Beste: Es ist bereits jetzt rechtlich möglich. Nach § 7 des Atomgesetzes sind Forschungs- und Demonstrationsreaktoren erlaubt. Bayern muss nicht auf Berlin warten. An den Standorten Isar 2 und Gundremmingen ist alles vorhanden. Netz, Kühlung, Infrastruktur, Rechenzentren und Industrie könnten mit Eigenversorgung gesichert werden. Das ist machbar. Herr Söder kommt jetzt um die Ecke und sagt plötzlich: Wir müssen umsteuern. – Er spricht von kleineren, smarten Reaktoren und nennt es unehrlich, Atomstrom aus dem Ausland zu kaufen, ihn hier aber zu verbieten. Meinen Respekt für die Analyse. Aber die CSU hat über 55 AfD-Initiativen genau zu diesem Thema abgelehnt. Meine Damen und Herren von der CSU, stehen Sie zu den Worten Ihres Ministerpräsidenten oder blockieren Sie weiter, was er selbst fordert? Kleine modulare Reaktoren sind wirtschaftlich und sicher, die Stromgestehungskosten belaufen sich auf 4 bis 7 Cent pro Kilowattstunde. Die modulare Serienfertigung – das, was den Kapitalismus eigentlich einmal ausgemacht hat: Serienfertigung, also das Erschwinglichmachen von Produkten – und passive Sicherheitssysteme sind die Kerntechniken des 21. Jahrhunderts. Bayern muss vom Zuschauer zum Akteur werden. Unser Antrag fordert eine echte KMR-Strategie mit Bedarfsstudien, neuen Lehrstühlen, Reallaboren und Modellregionen sowie die Prüfung der alten Standorte. Wir machen Bayern zum europäischen Spitzenstandort. Wer das ablehnt, der sagt Nein zu bezahlbarem Strom, Nein zu industrieller Stärke, Nein zur Unabhängigkeit und sagt Ja zu Blackouts, Deindustrialisierung und grüner Ideologie. Es ist Zeit, wieder vernünftig zu werden. Dafür steht die AfD mit klarem Verstand und ohne ideologische Scheuklappen. (Beifall bei der AfD)
