Gerd Mannes
Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren! Ernährung darf keine Gesinnungsfrage sein. Sie muss rational und gesund sein. Die grüne Verbotsideologie will bestimmen, was wir essen dürfen und was nicht. (Lachen bei den GRÜNEN) Fleisch wird als ungesunder Klimakiller diffamiert. Das machen Sie ständig. Milch soll kein nährstoffreiches Nahrungsmittel mehr sein. Natürlich ist das nicht so. Alles, was nicht vegan ist, wird unter Klimaverdacht gestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat sich diesem Klima-Unsinn völlig unterworfen. Ein paar Empfehlungen: Ein kleines Würstchen, 30 Gramm, oder ein Eis sind genug für eine Woche. – Diesem ideologischen Kurs wollen wir einfach den Riegel vorschieben. Fleisch ist kein Gift, sondern ein Stück Lebenskraft. (Beifall bei der AfD) Um es einmal ganz klar zu sagen: Unser Antrag ist kein Essensbefehl und keine Bevormundung. Unser Antrag ist ein Gegenentwurf zu dieser übergriffigen Ernährungspolitik, die vorschreiben will, was moralisch angeblich richtig und was falsch ist. (Toni Schuberl (GRÜNE): In welcher Welt leben Sie?) – Jetzt sage ich Ihnen mal etwas. Hören Sie zu. Jetzt gebe ich Ihnen eine Kostprobe von Ihrem Moralismus. Hören Sie zu! (Toni Schuberl (GRÜNE): Meinem?) – Ja, Ihrem. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich den Konsum – – (Toni Schuberl (GRÜNE): Sind die GRÜNEN das Umweltbundesamt?) – SPD-geführt, da gebe ich Ihnen recht. Aber Ihre Kollegin ist im Ausschuss, und sie erzählt so etwas auch. Also hören Sie zu, oder kommen Sie einmal im Ausschuss vorbei. – Das Umweltbundesamt empfiehlt, den Konsum von Fleisch und tierischen Lebensmitteln zu reduzieren. Das machen Sie auch in jedem Ihrer Anträge. (Zuruf des Abgeordneten Toni Schuberl (GRÜNE)) Die schreiben, Milch und Milchprodukte seien besonders klimabelastend. Ja, das ist Tatsache. Aus Umweltperspektive soll es angeblich sinnvoll sein, pflanzliche Alternativen den tierischen Originalen vorzuziehen. (Lachen bei den GRÜNEN) Das können Sie nachlesen. Das ist natürlich ein totalitärer Unsinn. In Bayern – das können Sie auch nachlesen – ist es genauso schlimm. Der VerbraucherService Bayern schreibt, die Mengen von rotem Fleisch, Milchprodukten und Eiern sollen möglichst gering sein. Da fragt man sich: Warum soll das so sein? – Das bayerische Umweltministerium arbeitet mit dem VerbraucherService Bayern zusammen. Es fördert ihn mit Zuschüssen, mit Steuermitteln. Das sage ich Ihnen jetzt: Das sind grüne Ideologien. Die haben Sie ständig hier eingeführt, und sie finden leider auch Eingang in die Ernährungshandbücher der Staatsregierung. (Toni Schuberl (GRÜNE): Ganz klar!) Wir sagen es ganz deutlich: Essen soll Privatsache sein. Aber wir brauchen auch eine vernünftige Empfehlung, nicht so einen grünen Schmarrn. Bayern braucht keine moralische Abwertung heimischer Lebensmittel, wie es die GRÜNEN ständig machen, keine Stigmatisierung von Milch und Fleisch. Nein, das brauchen wir nicht. Die Staatsregierung muss sich dieser grünen Ernährungsideologie, die ständig von Ihnen kommt, stärker widersetzen. Das ist unsere Forderung. Der Staat hat sich natürlich auf Empfehlungen zu beschränken und für eine neutrale Ernährungsbildung zu sorgen. Er soll also nicht einseitig erziehen, er soll ausgewogen informieren. Jetzt wollte ich Ihnen noch sagen, wie man es richtig macht. Die Ernährungsleitfäden müssen wissenschaftlich und heimatverbunden sein. Sie müssen die Gesundheit fördern, ohne zu bevormunden, wie es die GRÜNEN machen. Zu viel Zucker und zu viele hochverarbeitete Lebensmittel – das haben wir vorhin schon gehört – sind nicht zu empfehlen; das ist schädlich. Der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch ist viel zu hoch. Wir brauchen frische, vollwertige, nährstoffdichte Lebensmittel, die satt machen. (Zurufe von den GRÜNEN) Da sind hochwertige Proteine besonders wichtig. Bei den Proteinen ist übrigens die biologische Wertigkeit von Eiern und Fleisch wesentlich höher als die von Linsen und Erbsen, die die GRÜNEN immer empfehlen. In den USA hat man das erkannt. Die aktuelle Ernährungsleitlinie stellt Real Food, also echte, vollwertige Lebensmittel, in den Mittelpunkt. Jetzt erkläre ich Ihnen noch, warum es richtig ist, dass in der amerikanischen Ernährungspyramide, die Sie kritisiert haben, Proteine oben stehen. Der Körper kann Proteine unter Umständen, wenn es notwendig ist, in Kohlenhydrate umwandeln. Andersherum geht es nicht so ohne Weiteres. Wenn man nur Kohlenhydrate isst, wird man schnell zu dick, weil sich die Kohlenhydrate in Fettpolstern sammeln, wenn sie nicht verbraucht werden. Wir wollen Lebensmittel, die satt machen. Wer satt ist, greift weniger zu schädlichen, zuckerhaltigen Ersatzprodukten, um den Hunger zu stillen. Unterstützen Sie unseren Antrag. Wir wollen die Leitlinien auch in den Kantinen an staatlichen Einrichtungen etablieren, alles transparent, verständlich, ohne ideologische Schlagseite, wie es bei Ihnen der Fall ist. Eine letzte Sache: Unser Antrag ist eine klare Botschaft an die Staatsregierung. Wir wollen keine grüne Ersatzreligion auf unseren Tellern. Damit muss Schluss sein. (Beifall bei der AfD)
