Kerstin Schreyer
Herr Kollege Böhm, ich brauche keine Renaissance, sondern würde vielmehr gerne haben, dass wir auf der aktuellen und wissenschaftlich fundierten Basis die Kernfusion und Kernenergie anschauen und anhand dessen schauen, was wir tun. Die Kernfusion ist ein spannendes Thema; Sie wissen aber, dass ihre Erforschung noch die nächsten zehn Jahre braucht. (Florian von Brunn (SPD): Dreißig Jahre!) Wir werden also nicht schneller sein. Gleichwohl müssen wir immer mit dem wissenschaftlichen Standard mitgehen und überlegen, was wir dann tun. Insofern sage ich eine gewisse Offenheit zu, dass man das wohlwollend prüft. Das Beispiel China finde ich ein bisschen schwierig, weil wir dort eine andere Lebenssituation sehen. Sie dürfen gerne dorthin schauen. Ich blicke durchaus auch auf China, sehe aber an manchen Stellen große Fragezeichen. Zum Beispiel, wie dort Arbeit generiert wird, finde ich schwierig. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, weil Sie die Ladesituation von Elektrofahrzeugen immer wieder ansprechen: Ich fahre ein Elektroauto und bin damit glücklich. Ich habe noch nie das Problem gehabt, dass ich nicht irgendwo eine Möglichkeit hatte, es zu laden. Alles das, was immer schlechtgeredet wird, kann ich Ihnen aus meiner praktischen Erfahrung nicht bestätigen. Ich bin sehr froh, dass wir dieses Angebot zusätzlich zu allem anderen wie den Verbrennern haben. Wir brauchen Technologieoffenheit. Jeder muss für sich schauen, was für ihn passt. Wir gehen entsprechend voran. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN)
