Kerstin Schreyer
Herr Kollege Stümpfig, ehrlich gesagt: Ich brauche gar keine großen Fachgespräche und Anhörungen. Ich bitte dann entweder den Minister, zu uns in den Arbeitskreis zu kommen, oder ich bitte die Fachleute darum. Dann reden wir einfach miteinander. Ich muss da keinen großen Showdown machen. Ich kriege mein Wissen auch so. (Martin Stümpfig (GRÜNE): Es geht um einen Bericht!) Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich Ihr Wissen auch so holen; denn die Frage ist ja immer: Braucht es ein Riesentamtam, oder braucht es das Wissen? – Ich brauche nur Wissen, um dieses Land mitgestalten zu dürfen. Ich spreche da, glaube ich, für die beiden Regierungsfraktionen, dass wir das entsprechend tun. Spannend finde ich allerdings wirklich: Sie wissen genauso gut wie ich, dass in Berlin keine Fraktion, sondern ein Abgeordneter gegen den Haushalt geklagt hat. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Der Haushalt war auch echt schwierig. Wenn Sie das Sondervermögen ansprechen, das ja faktisch Sonderschulden sind: Man muss sich sehr, sehr genau anschauen, wofür man es ausgibt. Ich habe verstanden, warum man das im Bund noch am Ende der Legislatur gemacht hat. Ich habe das verstanden, aber ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Da waren ja auch andere Verbindungen enthalten. Was man mit dem macht, wohin die Reise gehen soll – das war vorher ja ganz anders. Verwechseln Sie also nicht Äpfel mit Birnen. Das sind zwei völlig verschiedene Sachverhalte. Deswegen finde ich das schwierig. Ich möchte Ihnen aber auch eines ganz ehrlich sagen – –
