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Ludwig Hartmann

19.03.2026 Sitzungen 19/72

Bitte schön. Staatsminister Hubert Aiwanger (Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie): Danke für die Rückfrage. Sie eröffnet mir die Möglichkeit, es im Detail zu erklären. (Allgemeine Heiterkeit – Zuruf von der CSU: Wieso droht er uns eigentlich? Wir stimmen doch zu! – Ministerpräsident Dr. Markus Söder: Lieber Gott, mach’s flott!) Bayern wird dem Bereich der kontinentalen Wolfspopulation zugeordnet, außer die alpine Region. Wir schießen bei den Maßgaben nicht übers Ziel hinaus. Die 50 bis 120 Wölfe – die einen sagen 50, die anderen sagen 120, in der Größenordnung werden wir uns wohl bewegen – würden schnellstens aus der Überpopulation in anderen Bundesländern aufgefüllt. Darauf können wir aber nicht setzen. Es wird eine Zuwachsrate von etwa 30 % angesetzt. 30 % von 50 Exemplaren sind 15 Wölfe. Dazu kommen noch die natürlichen Verluste. Wir würden also unter dieser Zahl bleiben und uns auf sicherem Boden befinden, dass nicht einmal diese bayerische Population gefährdet wird, wohl wissend, dass diese mit Zuwanderern aus anderen Bundesländern ständig weiter befüllt wird. Wir werden eine Einzelfallgenehmigung für Wölfe in Bayern in einer niedrigen, wahrscheinlich einstelligen Zahl festlegen, um einmal ins System zu kommen. Beispielweise dürfen die Jäger Huber, Mayer und Müller einen Wolf in einem Revier schießen, in dem er vier Wochen lang zum Abschuss freigeben ist, weil er durch ein Dorf läuft. Die Meldungen über einen Abschuss sind digital zu vernetzen, sodass nach einem Abendansitz nicht der Jäger Huber einen Wolf geschossen hat, der Jäger Mayer den nächsten und der Jäger Müller einen weiteren. Wenn der erste einen Wolf geschossen hat, müssen es die anderen wissen, damit nur dieser Wolf entnommen wird. Bei einer Öffnung würde sofort wieder dagegen geklagt werden, obwohl es jagdlich vielleicht richtig wäre. Dann würde die Frage gestellt werden, wie der Jäger Huber wissen soll, dass der Jäger Mayer nicht einen Wolf geschossen hat. Durch digitale Vernetzung wird also sofort mitgeteilt, dass ein Jäger den freigegebenen Wolf geschossen hat. Dann kann man einen Haken dahinter machen, und es gibt noch weitere acht Exemplare. (Zuruf des Abgeordneten Toni Schuberl (GRÜNE))

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