Martin Huber
Werter Kollege, ich glaube, die Diskussion haben wir schon einmal gehabt. Aber jetzt muss ich schauen, dass ich Ihnen eine Frage stelle. Geben Sie mir nicht recht, dass die ärztliche Versorgung der Bevölkerung Aufgabe der Politik ist? – Das ist Punkt eins. Hebamme ist nicht nur irgendein Beruf, sondern der Beruf ist existenzwichtig für die Bevölkerung und den Staat. Das ist Punkt eins. Dann kann man doch nicht hergehen und sagen, wir sind nicht zuständig, die Selbstverwaltung muss das machen, die Politik ist nicht zuständig. Das haben Sie das letzte Mal gesagt. Wer war denn an der Regierung? – Das sage ich jetzt auch noch einmal: Sie alle waren an der Regierung, als das war. Die Hebammen sind zu uns gekommen und haben gesagt: Wir können nicht mehr weitermachen. (Zuruf von den GRÜNEN: Seid ihr arm!) Jetzt reden und die Hebammen gängeln. Jetzt frage ich Sie einmal direkt: Sind Sie nicht der Meinung, dass die Politik in diesem Fall – ärztliche Versorgung der Bevölkerung – zuständig ist und dafür sorgen muss, dass gescheite Verträge zustande kommen, damit die Hebammen nicht aufhören? Oder geben Sie mir nicht recht? – Jetzt antworten Sie einmal richtig; denn das kann es nicht sein. Wir reden nur, es passiert nichts, und immer mehr Hebammen hören auf. Das ist schäbig. Fünfter Vizepräsident Markus Rinderspacher: Danke, Herr Huber. Ihre Redezeit ist zu Ende. Herr Seidenath, bitte.
