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Roland Magerl

AfD 05.02.2026 Sitzungen 19/69

Herr Präsident, sehr geehrter Herr Staatsminister Aiwanger, Kolleginnen und Kollegen! Das neue Jagdgesetz geht unserer Meinung nach in fast allen Punkten in die richtige Richtung. Ich meine, bei den Diskussionen im Ausschuss kann man bald zu einer guten Einigung kommen. Zu den Details. Herr Aiwanger hat die stärkere Verantwortung der Jagdgenossenschaften und Grundeigentümer und die Lockerung hinsichtlich des Abschussplanes für das Rehwild ohne behördlichen Abschussplan angesprochen. Ich finde es sehr gut, dass man solche Sachen in Zukunft regeln kann. Die Vorbereitung der Bejagung von Wolf und Goldschakal ist auch ein Thema, bei dem wir allerdings schon gerne etwas mehr Druck auf den Bund sehen würden. Das Thema Wolf in Gegenden, in denen der Bestand noch nicht so hoch ist, befindet sich sicherlich noch unter dem Radar. Mittlerweile sieht man aber, dass der Wolf in gewissen Ortschaften untertags über Spielplätze streift. Dem einen oder anderen in der Bevölkerung ist das ein Dorn im Auge. Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis zum ersten Mal etwas passiert. Wir sind deshalb dafür, auf den Bund und auf die EU Druck auszuüben. Eine eigenständige Festlegung der Jagd- und Schonzeiten hat viele Vorteile. Wir sehen das Vorziehen der Jagdzeit für Schmalwild und Bock auf den 16. April an der einen oder anderen Stelle schon etwas skeptisch. In Bayern haben wir unterschiedliche Vegetationszeiten. Vergleichen wir zum Beispiel Franken und die Oberpfalz, sind wir in der Oberpfalz hinsichtlich der Vegetation drei bis vier Wochen hinterher. Wenn man in der Oberpfalz die Böcke und die Schmalrehe schon ab 16. April mit einem Jagddruck angeht, kann man davon ausgehen, dass sie sich in die Jungwälder zurückziehen und dort mehr Schäden anrichten, als uns lieb sein kann. Zur Stärkung von Tierschutz und Jungwildrettung: Auch hier wurde es Zeit, dass endlich einmal Regelungen in Gesetzesform gegossen werden. Sehr zu befürworten ist auch die Integration der Fallenjagdsachkunde. Gerade bei den Neozoen Waschbär und Nutria wird die Fallenjagd einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Auch das begrüßen wir. Für uns ist es sehr wichtig, den Bürokratieabbau voranzutreiben. Der Wegfall vieler Schriftformerfordernisse und die digitalen Verfahren sind sehr zu begrüßen. Alles in allem werden wir uns nicht gegen dieses Gesetz stellen und freuen uns auf die Diskussion im Ausschuss. (Beifall bei der AfD)

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