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Sebastian Friesinger

CSU 09.12.2025 Sitzungen 19/65

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebes Präsidium, liebe Mitglieder des Kabinetts, liebe Kolleginnen und Kollegen! "Für ein starkes Bayern: Werte machen Schule – für Staat und Gesellschaft." Werte entstehen für mich nicht nur in der Schule und schon gleich gar nicht durch finanzielle Mittel. Werte entstehen durch ein gelebtes Miteinander. Wertevermittlung ist für mich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In unserem Land muss dafür das Ehrenamt mitgedacht werden. (Beifall bei der CSU und den FREIEN WÄHLERN) Das Ehrenamt muss man für die Wertevermittlung nutzen; denn was vermitteln wir alles in Vereinen, in Gruppierungen an Jugend, Schüler und Kinder? – Ich glaube, sehr viel. Das sind für mich immens wichtige Sachen: Werte, die über Generationen weitergegeben werden können und auch weitergeben werden, Werte die wertvoll und für die Wertevermittlung in Bayern auch wichtig sind, müssen sichtbar gemacht werden. Circa 41 % unserer Bevölkerung engagieren sich in allen möglichen Bereichen ehrenamtlich. Nach dem Motto "Vorleben statt Vorschreiben" wirkt das Ehrenamt, wie es heißt, als Kitt für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Diesen Bürgerinnen und Bürgern gebührt dafür ein ganz großes Dankeschön. (Beifall bei der CSU) Für mich hat das Ehrenamt – genauso wie die Weitergabe von Werten – natürlich Verfassungsrang; denn in der Verfassung heißt es, die Schüler sind in der Liebe zur bayerischen Heimat zu erziehen. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Sie formt Verantwortung, Solidarität, Toleranz und Respekt. Nur ein Miteinander kann dieses zeigen. Dieses Miteinander ist sowohl in den Mannschaftssportarten im Sportverein als auch im Trachtenverein oder im kulturellen Bereich zu beobachten. Das alles ist gelebtes Wertevermittlungsprogramm. (Beifall bei der CSU) Darum ist für mich Heimatpflege ein ganz wichtiger Teil der schulischen Ausbildung, der Wertevermittlung und -weitergabe. Dazu gehört auch die Sprache. Dialekte müssen von klein auf gesprochen werden. Heimatkunde an der Grundschule ist ein Projekt, das wir im Bayernbund seit Jahren unterstützen. Eine Gruppe von Kindern einer Grundschule war auch hier im Landtag zu Besuch. Viele von euch haben Fragen beantwortet und sich für ein Interview Zeit genommen. Dafür möchte ich ein ganz großes Dankeschön sagen. Ich war bei der Abschlussveranstaltung. Dieser Tag bleibt den Kindern, den Schülerinnen und Schülern, noch lange in Erinnerung. Frau Kultusministerin, ich möchte an dieser Stelle auch den Lehrkräften ein ganz großes Danke sagen. Die Lehrkräfte erklären sich bereit, die Heimatkunde über den Lehrplan hinaus zu fördern. Die Heimatkunde ist zwar im Lehrplan verankert, es handelt sich aber ab einem gewissen Umfang trotzdem um eine zusätzliche Aufgabe. Diesen Lehrkräften müssen wir zeigen, dass wir ihnen dafür nicht einfach eine zweite Lehrkraft zu Seite stellen, sondern einfach nur unterstützen möchten. Diese Unterstützung soll durch Menschen erfolgen, die sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung dazu befähigt fühlen, etwas weiterzugeben, was in der Kommune, im Landkreis und damit in der Heimat für wertvoll und wichtig erachtet wird. Dafür stellen wir eine Liste zur Verfügung, anhand der sich Grundschulkräfte in Bezug auf die Gestaltung bestimmter Unterrichtsstunden orientieren können. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Dialekte wirken generationsübergreifend als Identitätsanker und Brücke zwischen den Generationen. Sie sind zudem Ausdruck kultureller Vielfalt. Die Sprache macht Herkunft und natürlich Heimat deutlich. Dadurch wird eine Vielfalt sichtbar, die unser Land ausmacht und auszeichnet. Der "Dialekt-Dialog der Zukunft", welcher Dialektpflege auch digital unterstützt, wird ein ganz großer Beitrag dafür sein. Mit diesem Projekt können wir die Jugend wieder begeistern und gewinnen; denn wir brauchen die Jugend für das Projekt, Werte weiterzugeben. Nur so zeigen Werte in Zukunft Wirkung, und die Jugend ist ja die Zukunft. Außerschulische Wertearbeit ist ein wirksamer Schutz gegen Extremismus und Radikalisierung; denn wer miteinander lebt und das Miteinander pflegt, kommt nicht auf den Gedanken einer Ausgrenzung. (Beifall bei der CSU, den FREIEN WÄHLERN, den GRÜNEN und der SPD) Darum auch hier noch ein kleiner Hinweis auf dieses Jugendprojekt.

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